Laurentii Vallae opuscula tria. 1.
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aliis recitat, quonam modo 'inquam interpoliere potest, veluti est
in Laelio Ciceronis etc. ') Ausser dieser durch Valla’s ausdrückliches
Citat hervorgehobenen Gemeinsamkeit in der dramatischen Anlage
beider Dialoge, zeigt sich die Übereinstimmung beider der Zeit nach
nahe bei einander liegenden Gespräche auch in anderem, wie z. ß.
darin, dass nachdem die Hauptpunkte dialogisch erörtert sind, mit
einer per oratio abgeschlossen wird. In der Schrift de libertate arbitrii
p. 1009 schreibt Valla: Adperorationem igitur veniamus aliquandoqite
finem faciamus: cum tibi de praescientia, de voluntate dei,
de Boetio quaerenti, ut reor, satisfecerim, hoc quod reliquum est
exhortandi non docendi gratia dicam etc. Ähnlich schliesst er
das Gespräch de professione fol. 24 r. mit der laudatio fratrum als
einer peroratio ab. Und die de professione fol. 24 v. gebrauchte
Schlusswendung, das eben gehabte Gespräch aufzuzeichnen und dem
Eingangs genannten Platamonius zu unterbreiten, hat ihr Analagon
an dem Abschluss der Schrift de libertate arbitrii, worin Valla
p. 1010 auf die seinem Mitunterredner Glarea in den Mund gelegten
Worte: ceterum hanc disputationem, quam inter nos habuimus,
nonne mandabis litteris et in commentarium rediges ut liuius boni
alios participes facias, erwidert, probe admones, faciamus huius
rei ceteros iudices, si bona est, participes, et ante omnes ad
episcopum Ilerdensem disputationem hanc scriptum et ut ais in
commentarium redactam mittamus etc. So kehrt in beiden Dialogen
(auch dies nach Cicero's Muster) der Schluss zum Anfang zurück,
indem die Widmung als ein Ergehniss der Unterredung selbst sich
herausstellt. Endlich tragen beide, in denen die dialogische Erörterung
in rascher Wechselrede von nur zwei Personen geführt
wird — denn Paulus Corbio in de professione kann als Mitunterredner
kaum gelten — recht eigentlich dialogischen Charakter und
heben sich in dieser Beziehung wie in manchem andern von dem
beträchtlich älteren und umfangreicheren Dialog de voluptate oder
de vero bono ab. Denn in diesem ist die Unterredung, der Valla
nach der Fiction als junger Mann beigewohnt, eine von ihm erzählte,
doch tritt das dialogische überall mehr zurück, indem (in der dem
U Valla meint den Eingang von Cicero's Laelius (vgl. Tuscul. I 4, 8): doch
ist sein Tadel unbegründet, da ja Cicero den Dialog von Scaevola, wie
ihn dieser mit Pannius und Laelius gehalten, erzählen lassen konnte.
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