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von Pa via war, und nachdem der Erzbischof von Mailand Bartholomäus
Capra am 30. September 1433 in Basel gestorben war, als Ersatz
an das Concil, bereits als designirter Erzbischof von Mailand, gesendet
wurde, wohin er von Pa via, wie Valla sagt, noch vor ihm
abging, so dass dieser nicht vor Ende des Jahres 1433 Pavia verlassen
und nach Mailand, wohin er sich sodann legendi gratia
begab, gegangen sein kann.
Panormita's Briefsammlung 16 ), die uns zu diesen Ausführungen
Anlass gegeben, wird mehrfach erwähnt, scheint aber wenig benutzt
zu sein. Tiraboschi Storia d. lett. ital. VI 7o5 A. hat sie noch
nachträglich für Panormita selbst verwertbet, aber nicht erschöpft.
Dass er oder sonst jemand von denen, welche über Valla geschrieben
haben, für diesen davon Gebrauch gemacht hätte, finde ich nicht,
und vielleicht sind auch denen, welche die Sammlung kannten, die
Beziehungen auf Valla in Folge der Pseudonymität entgangen, in
welcher er hier erscheint. Die Briefsammlung ist von Panormita
selbst angelegt: zuerst vier Bücher Epistolarum Gallicarum, das
sind die in der Lombardie geschriebenen mit der Dedicationsepistel
A. P. Francisco Arcellio sororio suo; dann ein Buch Epistolarum
Campanarum wiederum mit einer besonderen Widmung an Nicolaus
Buczutus, den Panormita De dict. et fact. Alplionsi I 30 und Iov.
Pontanus De principe (Opera. Venetiis ISIS') fol. 93 r. erwähnen.
sein kann, in welches Jahr (nach Melius Ainbr. Travers. Epistol. p. LXXXII)
einige andere Briefe Poggio’s, von Bononia geschrieben, in denen jene
Leichenrede erwähnt wird, fallen.
* 6 ) Dieselbe Edition (Venetiis 1883), die mir vorliegt, erwähnt Zeno Diss.
Voss. I 312. Tiraboschi a. a. 0. 786 nennt eine ältere aus dem Ende des
XY. Jahrh., aber ohne Jahreszahl: Antonii Panormilae Epistolae familiäres
et Campanae. Neapoli; und Mehus Ambr. Trav. Ep. p. XXII eine Neapolitaner
Ausgabe v. 1746 fol., die mir beide unbekannt sind. Ausser jenen Epistol.
Gallicarum libri IV und den Epistol. Campan. gab es noch ein Volumen
epistolarum, das Bandini Catal. codd. Laur.Lat. III 603 f. plut. LXXXX
cod. XLVI anführt: Antonii Panormitae quintum epistolarum volumen
Oliverio Archiepiscopo Neapolitano dicatum: ’ Quintum hoc Epistolarum
volumen proxime cum absolvissem agitaremque animo, ad quem potissimum
libellum conscriberem tu unus omnium occurristi.' Der Adressat ist
Oliverius Carafl'a, der 1488 Erzbischof von Neapel und 1467 Cardinal
wurde (vgl. Cardeila Memorie storiche de’ Cardin. T. III 189). Die in
diesem fünften Volumen enthaltenen Briefe stehen zum Theil, nach Bandini’s