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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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Anamitisch  kon.

Das  anamitische  kon  —  Kassia  kan  —  Mikir  ko  bezeichnet  das
Kind  ohne  Unterschied  des  Geschlechtes,  den  Sohn  und  die  Tochter,
jedoch  vorherrschend  den  ersteren,  weil  zur  Charakterisierung  des
weiblichen  Individuums  das  Femininzeichen  gai',  bei  Thieren  kai
hinzutritt.
kon  kai'  „Kinder,  Söhne  und  Töchter“.
kon  ropt,_  „leibliches  Kind“.
kon  mag  „Adoptivkind“.
kon  tivoi  „Ziehkind“.
kon  ~gaii  „unterschobenes  Kind“.
kon-noi  „nicht  entarteter  Sohn“.
kon-deu-lorl  „der  erstgeborne  Sohn“.
kon  ut,  „das  jüngste  Kind“.
kon  ran  „abortirtes  Kind“.
Tritt  die  Beziehung  auf  die  Abstammung  in  den  Hintergrund,
dann  bezeichnet  kon  „das  geborne  Wesen“  überhaupt  und  wird
dadurch  zum  Gattungszeichen  (Numeralpartikel).  Als  solche  erscheint ­
  kon:
1.  Vor  den  Bezeichnungen  menschlicher  Wesen  überhaupt  und
ihrer  Unterscheidung  nach  Alter,  Verwandtschaft  und  Stand  insbesondere: ­

kon-ngpoi  ta  „der  Mensch,  die  Menschen“.
kon  kia,  „genereller  Name  für  Mädchen“.
kon  gai'  „das  Mädchen,  die  Tochter“.
kon  ’-me-ncy  „jenes  Weib“.
kon  ’-me-nuyet„die  Mutter  der  Nuyet“.
kon  tho  „das  neugeborne  Kind“.
kon  ’-djai  „das  neugeborne  Kind“,  ’-djai  „thöricht“.

kon  trai  „der  Jüngling“.
kon  cau  „Enkel,  Nachkommenschaft“.
kon  'ge  „Stiefsohn“.
kon  dyau  „Schwiegertochter“.
kon  bvon  „der  Kaufmann“.
kon  hat  „der  Schauspieler“.
            
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