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setzers erheblich modifieirt worden. Dieser liegt demnach die Widmung
zum Demosthenes unzweifelhaft voraus. Denn seit jenem Jahre sind es
fast ausschliesslich die Übertragungen der beiden Geschichtswerke der
Griechen, die Valla bis an sein Lebensende beschäftigten IS ), und
seinem unermüdlichen Forschertrieb eine für die Interessen der Curie
wünschenswerthe Fessel anlegten.
Näheres ist vielleicht zu gewinnen, wenn es gelingt, den in der
Aufschrift der Widmung nur mit den Anfangsbuchstaben bezeicbneten
Namen des Fürsten zu enträthseln, dem die Übersetzung zugeeignet
ist. leb nehme an, dass nur ein italienischer Fürst gemeint sein
könne, und unter dieser Voraussetzung bietet sich die Vermuthung
dar, dass Federigo Conte d’Urbino zu verstehen sei, und demnach die
Anfangsbuchstaben so zu ergänzen seien: ad illustrem principem
D(orninum) F(redericum) V(rbini) C(omitem).
Eine Widmung an diesen Fürsten kann niemanden Wunder nehmen
und sie ist nicht vereinzelt. Federigo di Montefeltro hatte in der
Schule des Vittorino da Feltre l4 ) zu Mantua humanistische Bildung
eingesogen, und sowie er seinem Lehrer stets ein dankbares Andenken
bewahrt hat, so hat er auch bei allen kriegerischen Unternehmungen,
in die er sein Lebelang verwickelt war, humanistische Neigungen
und Interessen unterhalten und gepflegt. Genügenden Beweis dafür
gibt schon allein die von ihm mit grossem Aufwand angelegte und
stets bereicherte Büchersammlung von Urbino, in welcher nicht bloss
was von alten Autoren aufzutreiben war, sondern auch die Erzeugnisse
der modern-humanistischen Schriftstellerei vereinigt waren,
unter ihnen auch, wie Vespasiano (Mai Spicil. Rom. I 127) sagt,
tutte l'opere di Lorenzo Valla tradutte e comp oste, und sowohl
andere heute erhaltene Handschriften von Werken Valla’s, als auch
12 ) Dass Valla in Rom vorzugsweise mit griechischen Studien beschäftigt war,
geht auch aus Iov. Pontanus’ Bemerkung üe Principe [Opera I f. 9t v.)
hervor: Laurentius Valla, cum ab eo qxiaesisset Nicolaus V. P. M., cur
senex iam et in lalinis litteris consummatus, tanto Studio tjraecas disceret,
ut duplicem, inquit, abs te Pontifex mercedem accipiam.
14 ) Rosmini in dem Leben Vittorino’s (Idea dell' ottimo precettore nella vita
e disciplina di Vittorino da Feltre e de’suoi. discepoli. Milano 184SJ hat
ihn unter dessen Schüler eingereiht S. 220—227. Dort finden sieh auch
über Federigo besonders handelnde Schriften verzeichnet, deren es eine
erhebliche Anzahl gibt. Vgl. auch Voigt Enea Silvio III 145.