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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

Laurentii  Vallae  opuscula  t.ria.  II.

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mung  sie  als  herausgegeben  kennzeichnet,  veröffentlicht  habe.  Erwähnt ­
  wird  sic  in  seinen  übrigen  Schriften  nirgends.  Dass  sie  aber
zu  den  frühesten  Arbeiten  Valla's  nicht  gehörte,  verbürgt  die  Bemerkung ­
  in  der  Widmung:  antehac  in  alio  potins  stilo  Ingenium
meum  consumpsi,  die,  wenn  auch  schon  die  eine  und  andere  Übersetzung ­
  vorangegangen  war,  eine  grössere  Anzahl  anderer  Schriften
voraussetzt.  Und  wenn  es  in  derselben  Widmung  heisst:  neque  vero
facultas  liaec  periclitandi  ingenii  datur  tiisi  in  orationibus  praecipueque
  Demostlienis,  ad  quas  Indus  iocusque  cst  omnis  alia  traductio:
  üleoque  non  hoc  cuiuscunque  est,  sed  eius  demum  qui
multum  sit  in  oratorio  genere  versatus,  si  quidem  Cicero  ipse
Xenophontem  ac  Platonem  adolescens,  Aeschinem  vero  ac  Demosthenem
  senex  transtulit,  so  schliessen  wir,  dass  Valla’s  Demosthenesübersetzung ­
  in  seine  reiferen  Jahre  fällt  und  dass  ihr
wenigstens  sein  vornehmstes  oratorisches  Werk,  die  Schrift  de
donatione  Constantini  (1440)  vorausliegt.  In  den  Ende  1444  und
Anfang  1443  geschriebenen  Briefen  (s.  obenExcurslVAnm.  12  u.  13),
in  denen  er  seine  schriftstellerischen  Arbeiten  aus  den  letzt  vorangegangenen ­
  Jahren  nennt,  die  Homerübersetzung,  die  Collatio  novi  testamenti, ­
  die  Raudensia  und  eine  Überarbeitung  derElegantiae,  wird  der
Demostbenesübersetzung  nicht  gedacht,  und  man  möchte  glauben,  dass
Valla  sie  überhaupt  bei  Bruni’s  Lebzeiten,  der  1444  starb,  entweder
nicht  unternommen  oder  nicht  bekannt  gemacht  habe.  So  sind  wir  bis
auf  die  gegen  Ende  des  Jahres  1443  geschriebenen  Recriminationes
in  Facium  herabgekommen.  In  ihnen  beruft  sich  Valla  p.  623  für  seine
von  dem  Gegner  heruntergedrückte  Kenntniss  des  Griechischen  auf
seine  Übersetzungen:  nam  neque  ignoro  graecas  litteras  neque
illarum  tarn  partim  peritus  sum:  quod  probant  cum  aliae  translationes
  meae  tum  duo  ")  libri  de  collatione  novi  testamenti.  Der

11 )  Beiläufig-  sei  bemerkt,  (lass  Valla  hier  von  zwei  Büchern  de  collatione  novi
testamenti  redet,  während  er  in  den  oben  angeführten  Briefen  an  Aurispa
und  Landriani  beidemal  ausdrücklich  octo  libros  ankündigt.  In  Erasmus’
erstem  Druck,  wie  er  in  die  Baseler  Ausgabe  (von  1540)  aufgenommen,
findet  sich  gar  keine  Bucheintheilung,  und  vcrmuthlich  war  eine  solche
in  der  von  Erasmus  benutzten  Handschrift  nicht  vorhanden,  in  der
auch  das  von  Valla  selbst  im  Antidot,  in  Pogg.  I  270  und  einem  ungedruckten ­
  Briefe  erwähnte  prooemium  fehlte,  das  wir  heute  vermissen.
Iacobus  Revius  hat  in  seiner  Ausgabe  (ich  kenne  nur  die  zweite  Amstelo-
            
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