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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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V  a  h  1  e  n

Übersetzungen  in  dieser  Ordnung:  I  u.  II  in  Philippum,  de  pace,
III  in  Philippum,  pro  Dyophinte  (sie),  Aeschinis  t)>  Demosthenis
in  causa  Ctesiphontis.  Endlich  Aeschinis  oratio  (s.  potius  epistola
  XII)  und  Pliilippi  epistola  ad  Atlienienses.  Hier  also  begegnen ­
  wir  aucli  dem  von  Bruni  in  der  Widmung  aufgeführten,  in
den  übrigen  Handschriften  vermissten  Briefe  Philipp's,  doch  zugleich
mit  Aeschines'  Epistel,  die  Bruni  in  der  Widmung  wenigstens  nicht
erwähnt  hatte.
In  dieser  Sammelausgabe  von  Bruni's  Demosthenesiibersetzungen
dürfen  wir  nun  wohl  das  satis  gründe  Volumen  von  ihm  übertragener
Demosthenischer  Reden  erkennen,  dessen  in  Ep.  VII  4  (vol.  II  83)
gedacht  wird.  Und  wenn  Manetti  in  der  oratio  funebris  für  Leonardo
Bruni  (bei  Mehus  L.  Bruni  Epistolae  p.  CI)  unter  Bruni's  Übersetzungen ­
  aufzählt:  has  Plutarclii  vitas  M.  Antonii.  .  .  Demosthenis
fibrös  singidos,  eiusque  orationum  libros  septem  9 ),  so  wird  man
schwerlich  irren,  wenn  man  darunter,  7  Bücher  gleich  7  Reden  genommen, ­
  mit  Übergehung  der  epistola  Pliilippi  eben  jene  in  die  von
Bruni  selbst  veranstaltete  Sammlung  aufgenommenen  sieben  Reden
verstellt.  An  dieselbe  Sammlung  ist  wohl  auch  bei  Facius  de  viris
illustribus  p.  10  (Mehus)  gedacht,  wo  es  von  Bruni  heisst:  Ex  Demosthene
  orationes  duas  pro  Corona,  et  alias  octo  in  latinum
transtulit,  so  dass  die  letztem  acht,  die  epistola  Phi/ippi  als  oratio
gezählt,  die  dem  Nicola  Medices  gewidmete  Sammlung  bezeichnen,
neben  welcher  Facius  noch  eine  der  dem  Bartholomäus  Capra  gewidmeten ­
  ähnliche  Sonderausgabe  der  beiden  Reden  des  Aeschines
und  Demosthenes  in  causa  Ctesiphontis  kannte.
Es  werden  zwar  in  Handschriften  noch  andere  Übersetzungen
einzelner  Reden  des  Demosthenes  dem  Bruni  zugeschrieben,  doch
ist  die  Zuverlässigkeit  dieser  Angaben  nicht  zu  verbürgen.
9 )  Vgl.  auch  in  derselben  oratio  funebris  p.  CIII  fg.,  wo  Manetti  von  Cicero
sagt,  dass  er  ausser  anderen  Übersetzungen  duas  quoque  illas  nobilissimas
duorum  illorum  eloquentissimorum  oratoruni  Demosthenis  et  Aeschinis  orationes ­
  inter  seque  contrarias  e  graeco  in  latinum  convertit,  und  dann  weiterhin ­
  schreibt:  At  vero  Leonardus  noster  vir  eloquentissimus  non  modo  duas
illas  nobilissimas  orationes  a  M.  Tullio  antea  conversas  et  iampridem
incuria  maiorum  nostrorum  amissas  ac  deperdilas,  sed  eliam,  nt  cetera
leviora  omittamus,  pleraque  Demosthenis,  Xenophontis  quaedam...  traduxit
Poggio  hat  in  der  ebenfalls  bei  Mehus  abgedruckten  oratio  funebris  für
L.  Bruni  seine  Demosthenesübersetzungen  ganz  übergangen.
            
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