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TiraboschiiSfona delln lett. ital. VI p. S42 fg. nennt frühere Gelehrte,
welche diese Identität, an welcher er selbst festhält 54 ), mit Gründen zu
erhärten suchten gegen andere, welche eine Sonderung der Personen
für wahrscheinlich hielten. Die Argumente, mit welchen man für und
wider gestritten,.sind zum Theil gar seltsam; betonen die Chorizonten
den sehr verschiedenen Stil in den juristischen Werken des Accoltus,
so verweisen die Unitarier auf die humanistische Bildung desselben,
die ihn auch zum Übersetzer griechischer Autoren befähigt habe.
Was die juristischen Schriften des Franciscus Accoltus anlangt,
so ist, wofern man von Rechtsgutacbten wie die Consilia seu
Responsa oder von juristischen Commentaren wie die in primam et
secundam Infortiati partem nicht humanistische Schönrednerei erwartet,
gegen die Latinität dieses allerdings fachmännischen und
technologischen Stiles wenig einzuwenden. Des Juristen humanistische
Bildung aber lässt sich unschwer und besser als bisher geschehen
ist erweisen. Zu geschweigen von allgemeinen Lobeserhebungen,
denen man allenthalben begegnet 55 ), finden wir den Franciscus
Accoltus mit mehreren der berühmtesten Humanisten in Verbindung
und an ihren Bestrebungen unmittelbaren Antheil nehmen. Beweis
dessen unter anderem ein um 1447 geschriebener Brief Poggios an
ihn (insigni viro Franc. Aret. IureconsulloJ, worin ihm dieser
Dank sagt für die freundliche Aufnahme seiner Xenophoniibersetzung
und eine andere demnächst zu senden verspricht, sowie ihm Anweisung
gibt, den von Poggio zuerst wieder ans Licht gezogenen
Ammianus Marcellinus aus Cosinus’ Bibliothek zu erlangen (Mai
Spicileg. Rom. X p. 310 fg.), und derselbe Poggio hatte ihm seinen
Dialog contra liypocrisim zugeeignet, sowie er Franciscus’ Bruder
Benedictus Accoltus in einem andern (Disceptationes convivales)
54 ) Ebenso Banilini, der in den Catalogen der Laurentiana und Leopoldina
die übrigen Übersetzungen dem Accoltus zutheilt und nur die des Ckrysostomus
einem andern Franciscus Aretinus zuerkennt. Vgl. Catal. cod.
Laur. lat. II p. 415.
i5 ) Z. B. bei Paulus Cortesius De hominibus doctis dialogus (Florentiae 1734)
p. 53: Sed de Francisco Arretino nliquid dicamus: qui fuit unus doctissimorum
Iiirisconsultissimus omnium. Nihil est enim litteris mandatum, nihil
in artibus disciplinisque Omnibus Iraditum, quod ab hoc hominc non sit
aut cognilum aut investigatum. Memoria autem tanta erat et verborum et
rerum, ut omnia quae unquam legeral meminisset.