Laurentii Vallne opnscula tria. II.
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Franfciscus Aretinus anführte) und einer prosaischen s«), In der
ersten, welche die Aufschrift trägt Ftancisci Arretini El cg in ad
Piam II Pontificem maximum wendet der Dichter sich an die Muse-Thalia,
die, nachdem sie seit Nicolaus' glücklichen Zeiten habe
verstummen müssen, jetzt von neuem in den Vatican sich wagen
und von dem Zögling der Musen Pius Aeneas sich eines freundlichen
Empfangs versehen dürfe, er trägt ihr auf, dem Pabst die Übersetzung
der Briefe des Diogenes zu überreichen: si te nesciat ipsa
refer: / Hunc tibi Franciscus Tusca de gente libellum / Uns
Cynici supplex mittit epistolulas.
In der prosaischen Widmung erklärt sicli der Verfasser dem-Pabste
zu Dank verpflichtet: er widme ihm die kleine Arbeit, quod
pro tuis erga me et studioiös omnes immortalibus meritis omne
meum Studium quantulumcurique, laborem, vigilias, iure optimo
sibi vendicat clementia tua. In dieser Vorrede wird auf die Übertragung
des Phalaris ausdrücklich Bezug genommen. Über Diogenes
Lehen und Charakter, die hinlänglich bekannt seien, eingehender zu
handeln, sei nicht erforderlich, wie beim Phalaris, den er eben zuerst
36 ) Voigt Enea Silvio III 613 scheint diese Übersetzung nur handschriftlich
zu kennen. Handschriften nennt Mazzuchelli Scrittori diItalia Vol. I P. i
in dem Abschnitt über Fr. Accolti d’Arezzo S. 74, und es Messen sich
noch andere aus verschiedenen Bibliotheken anführen. — Es existirt ein
Florentiner Druck von 1487, den ich nicht gesehen habe. Ich benutze die
Edition von 1492. Diogenis Epistolae / Bruti / Yppocratis mcdici —
Florentiae / facta est harum epistola/rum impressio Per Antonium / Francisci
Venetum. Anno Domini / M. CCCC LXXXXll. X Kalen, lulias. Die
Übersetzungen der Briefe des Brutus und Hippokrates sind von dem
päbstlifchen Secretär Kinuchius, den Valla mehrfach erwähnt und seinen
Lehrer im Griechischen nennt. Sie sind beide dem Pabst Nicolaus V gewidmet,
die letztere, welche auf Veranlassung des päbstlichen Arztes-Philippus
Mediolanensis (vgl. Marini Archiatri pontificii I 149) entstanden,
ist zugleich in einem ebendort abgedruckten Briefe Domino A. TT. sancti
Chrysoguni presbite.ro Cardinali uerde gesendet. Den Fehler Zierde, der
auch in dem älteren Druck und in einer Florentiner Handschrift sich tindet,.
verbessert Marini a. a. 0. in Cardinali Ilerdensi. Der Umstand, dass diese
Übersetzungen des Rinuchius mit des Franciscus Aretinus’ Diogenes in
diesem wie dem altern Druck verbunden sind, scheint veranlasst zu haben,
dass auch die Übersetzung der Briefe des Brutus dem Franciscus Aretinus
irrthümlich zugeschrieben worden, worüber Mazzuchelli a. a. 0. p. 76
n. XVI.