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existimarint. Und ganz von gleicher Art war der oben (II. Exc.
Anm. 14) berührte, von demselben Facius aufgetischte Verdacht, dass
Valla in dem Dialog de voluptate ein Werk seines Oheims sich
angeeignet habe.
Mehr als die in den angeführten Briefen genannten sechzehn
Bücher der Ilias hat Valla nicht übersetzt, was allein schon zu dem
Schlüsse berechtigt, dass er die im Anfang der vierziger Jahre gemachte
Übertragung in späterer Zeit nicht wieder aufgenommen
hat, wofür der Grund in anderen litterarischen Arbeiten Valla’s eher
zu suchen sein wird, als etwa in einer ungünstigen Beurtheilung
Aurispa's, von dessen Entscheidung er in dem erwähnten Briefe die
Herausgabe abhängig gemacht hatte. Hiernach hat die Annahme
keine Wahrscheinlichkeit, dass Valla mit seiner Iliasübersetzung
sich habe dem Pabst Nicolaus verbindlich erzeigen wollen. Allerdings
ist bekannt, dass der Pabst den lebhaften Wunsch hegte, neben
anderen Übertragungen griechischer Autoren einen lateinischen
Homer im Versmass des Originals zu besitzen. Manetti im Leben des
Pabstes (Muratori Scriptores rer. Ital. T. III P. II p. 927) redet unbestimmt
von zwei angesehenen Gelehrten, welche diesem Wunsche
des Pabstes zu begegnen sich bemühten: Iliados quoque celebratum
Homeri poema latinis — difficile saue et dirduum opus — versibus
a duobus praestantibus viris eodem tempore traducebatur, quod
loliannis lioccaccii Florentini poetae iempöribus a Leontio quodam
Thessalonicensi, illius in Graecis litteris praeceptore, soluta
oratio ne—multo facilius ad traducendum quam carmine—factum
fuisse novirnus. Den einen derselben erkennen wir in Carolus
(Marsuppini) Aretinus, der in jungen Jahren die Batrachomyomachie
»«) in lateinischen Hexametern übertragen und unter Nicolaus
le ) Fai-ius nennt diese handschriftlich mehrfach vorkommende und auch gedruckte
Übersetzung, und zwar nur sie, in dem Huch de viris illustribus
p. 12 (Mehus): rannen etiam adamavit. Homeri Myobatrachomachiam
traduxa versa hexamc.tro. Auch Aeneas Sylvins erwähnt sie in dem (nach
Voigt’s Angabe II 324) in den Jahren 1444—14K0 geschriebenen Buche
de viris claris (PU II Oraliones. Lucae 1739. P. 111 p. 172 und in dem vollständigen
Abdruck in den Schriften des Stuttgarter litterarischen Vereins
vom J. 1843): carmeri elrgaas facit (Carolus Aretinus) nee minor est
in oratione soluta ; huins primi versus, quos viderim, fuerunt ex Homero
traducti, qui bellum murinin et ranarum referunt, sed vir graudior factus
maturiora conscribit.