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bindung geblieben war (vgl. Antidotum IV p. 954), und der mit
Pabst Nicolaus das erlauchte Maeeenatenpaar der Zeit bildete. Valla
verfuhr dabei, wie andere Humanisten z. B. Candidus Decembrius
gethan, und wie es die litterarischen Verhältnisse riethen, für die
ein Maecenatenthum Lebensbedingung war. Auf einem Besuche in
Neapel also etwa um das Jahr 1455 nahm Valla den fertigen Theil der
Übersetzung mit, um sie dem Könige zu offerieren und empfing
dafür das von Facius erwähnte Geschenk. Da der König, wie
Pontauus bemerkt, besonders begierig war, res Persarum ac
Graecorum nach Herodot’s Erzählung zu lesen (wonach also vermuthlich
noch die ganze zweite Hälfte des Herodotus zu übersetzen
blieb'), so übernahm es Valla im Auftrag des Königs auch diesen
Theil zu übertragen und alsdann die ganze Übersetzung dem Könige
zu widmen. Zur Herausgabe aber kam es in Folge von Valla’s Tode
nicht mehr, und der König liess sein Archetypon von Rom kommen,
um es so wie es war in seiner Bibliothek aufzustellen. Dass an der
Übersetzung selbst noch ein Theil gefehlt habe, sagt Pontanus
nicht, auch enthalten die Handschriften den lateinischen Herodotus
vollständig, sondern er sagt nur, dass Valla an das inceptum opus
die letzte Hand nicht gelegt habe: die Übersetzung war demnach,
anders als bei dem Thucydides, noch nicht von Valla selbst revidiert
und von dem Abschreiber in ein reinliches Exemplar übertragen,
so dass Vigerinus’Ausdruck in dem angeführten Elogium Uber absque
prohoemio ex Laurentii archetypis descriptus in lucem
prodiit das Sachverhältniss genau zu bezeichnen scheint.
Nun findet sich unter den Vaticanischen Handschriften des
Valla’schen Herodotus eine (auch von Georgius “) Vita Nicolai
p. 185 angeführte) n. 1796 mernbr. f'ol. 365 saec- XV mit reichen
Verzierungen, welche die Aufschrift trägt:
**) Voigt Enea Silvio ÜI S. 609 A. redet nach Georgius a. a. 0. von 'Valla’s
Übersetzung des ersten Buches des Herodot im cod. Vatic. 1796’, aber
Georgius sagt nicht, dass die Handschrift nur das erste Buch enthielte,
und es wäre nicht richtig. Wenn derselbe a. a. 0. meint, nach der Widmung,
wofür er es ansieht, des Herodotus (sowie der des oben erwähnten
Buches von Facius) an Pabst Pius II 'könnten wir annehmen, dass die von
den Autoren zurüekgclassenen Werke von ihren Erben dem neuen Pabste
dargebraeht worden 1 , so ist das eine leere Vermuthung, an dergleichen die
beiden verdienstlichen Werke Voigt’s ebenso reich sind, wie an Irrthümern