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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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V  a  h  1  e  n

gelati  IIP.  II  p.  1963,  und  Mazzucheili  a.  a.  0.  erwähnen  >3),  hat  Friedrich ­
  Haase  in  dem  Winter-Programm  der  Breslauer  Universität  vom
J.  1861  ex  schedis  ü.  Middeldorpfii  herausgegeben,  wobei  ihm  die
Wiener  Handschrift  entgangen  und  was  mehr  zu  verwundern  ist,  dieser
Bripius  so  fremd  war,  dass  er  sich  in  seltsamen  Betrachtungen  über
seinen  Namen,  seine  Zeit,  seine  Herkunft  usw.  ergeht 14 ).
Nachdem  wir  dem  Bripius  das  Leben  bis  1433  verlängert
haben,  gelingt  es  ihm  noch  einige  Jahre  zuzulegen.  Melius  in  den
Prolegomena  zu  Ämbrosii  Traversarii  Epistolae  p.  LXXVHI,  wo
er  eine  auch  von  Saxius  erwähnte  und  theilweise  mitgetheilte
metrische  Epistel  des  Bripius  an  Nicolaus  Niccoli 15 )  vollständig  aus
einer  Ambrosianischen  Handschrift  abdrucken  lässt  (vgl.  auch  Melius
p.  L  und  p.  LXH),  bemerkt,  dass  zu  den  von  Saxius  und  Argelati
angeführten  Schriften  des  Bripius  noch  hinzuzufiigen  sei  hexametrum
carmen  quod  extat  in  codice  [cod.  I  v.  134.  in  4]  membranaceo
bibliotliecae  amplissimiMarchionis  Gabrielis  Riccardii.  .  inscribiturque:
  Ad  sanclissimum  Dominum  Nostrum  Papam  Calistum  Tertium
sacrosanctae  Romanae  ac  Universalis  Dei  Ecclesiae  Pontificem
Maximum  dpc.  incipitque:  Alme  Calixte  Pater  Celeberrime  Summeque
  Patrum  tfc.  In  bis  versibus  se  a  Calixto  III  beneficiis  auctum
fatetur  Bripius.  Die  Art,  wie  Bripius  sich  hier  als  Verfasser  kund
gibt,  hat  Mehus  nicht  angegeben,  und  dass  dieses  Gedicht  mit
dem  von  Saxius  und  Argelati  angegebenen  Todesjahr  des  Bripius
in  offenem  Widerspruch  steht,  scheint  er,  obwohl  er  jene  Gelehrten ­
  wiederholt  nennt  und  für  Bripius’  Leben  und  Schriften  auf
sie  verweist,  übersehen  zu  haben.  Pabst  Calixtus  III  bestieg  am
8.  April  1433  den  päbstliehen  Stuhl  und  mindestens  also  bis  eine
Strecke  in  dieses  Jahr  hinein  muss  Bripius  gelebt  haben.  Es  reiht

13 )  Tiraboschi  a.  a.  0.  erwähnt  eine  Handschrift  della  libreria  di  S.  Salvadore
in  Bologna  mit  der  Aufschrift:  Laudes  S.  Alexii  edite  per  los.  Brippium
eiits  devotum  doctorem,  edite  Rome  felieiter.  Am  Schluss  steht:  scripsit
Iohannes  de  Mediolano  an.  1441  Rome,  worin  die  Jahreszahl  wohl  versehrieben ­
  ist.
14 )  Haase  envähnt  p.  4  auch  noch  zwei  Handschriften  des  Gedichtes  desancta
Agnete.
15 )  Das  Gedicht  schliesst  nach  Mehus’  Angabe:  Decus  verum  vale.  Papiae
tertio  idus  septembris  per  tuum  Ioseph  ordinariorum  Mediolanensis  ecclesiae
minimum.
            
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