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Pfizmaier
seidene Säcke nähen. Als die Nacht angebrochen war, machten sie
die Hand Peng-tschung’s frei und liiessen ihn ein Schriftstück aufsetzen,
worin dem Heerführer an dem Festungsthore gemeldet wurde,
dass man jetzt Tse-mi mit Anderen aussende. Wenn diese Männer
zu dem Posten Tse-heu-lan-king's gelangt sein würden, möge man
schnell das Thor öffnen, sie hinaus lassen und nicht aufhalten. Sobald
die Schrift fertig war, schlugen sie Peng-tschung und dessen Gattin
das Haupt ab, steckten die Häupter in die Säcke, nahmen sofort das
Schriftstück und jagten in schnellem Laufe aus der Festung. Sie
begaben sich mit ihrer Beute zu der kaiserlichen Thorwarte, wo sie
zu Lehensfürsten von Pü-I *) ernannt wurden.
Als am nächsten Morgen die kleinen inneren Thüren und das
Thor nicht geöffnet wurden, stiegen die Obrigkeiten über die Mauer
und erblickten beim Eintreten den Leichnam Peng-tschung’s. Es
befiel sie Schrecken und Entsetzen. 3^ Han-li, der oberste
Buchführer Peng-tschung's, und andere setzten dessen Sohn At~
Wu zum Könige ein. Tse-heu-lan-king wurde Heerführer. ^|J jjjip
Han-li, der „Meister des Reiches“, schlug Wu das Haupt ab, begab
sich zu dem „gegen die Gefangenen (d. i. dieHiung-nu’s)Eroberungs-Tsi-tsün
und
AJA
unterwarf sich. Das Geschlecht Peng-tschung’s wurde ausgerottet.
zöge machenden“ (tsching-lu) Heerführer
Lu-fang.
Lu-fang führte den Jünglingsnamen Kiünkhi
und stammte aus San-schui in Ngan-ting. Daselbst wohnte er in
dem Tliale der Linken 2 ). Zu den Zeiten Wang-mang's gedachte man
in der Welt allgemein der Wohlthaten Han’s. Lu-lang nannte sich
in Folge dessen fälschlich /|jf| ^|J Lieu-wen-pe, den Urenkel
des Kaisers Wu. Er sagte, dass seine Urgrossmutter, die ältere
*) Pü-i-heu, wörtlich : Lehensfürst der Ungerechtigkeit.
2 ) In dem Districte San-schui (dem Districte der drei Flüsse) gah es ein Thal der
Linken und ein Thal der Rechten. Die alte Feste des Districtes lag im Süden des
späteren Districtes Ngan-ting in King-tscheu.