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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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Pfizmaier

zu  halten  und  Tschang-pu  nebst  anderen  Räubern  die  Landstriche
Tsing-tscheu  und  Siü-tscheu  zur  Unterwerfung  zu  bewegen.  Er
überbracbte  Tschang-pu  dessen  Ernennung  zum  Statthalter  von
Tung-lai.  AlsLieu-yung  die  Ankunft  Fo-lung’s  in  Khie  erfuhr,  schickte
er  einen  Eilboten  und  erhob  Tschang-pu  zum  Könige  von  Tsi.
Tschang-pu  tödtete  sofort  Fö-lung  und  empfing  den  höchsten  Befehl
von  Lieu-yung.  Um  diese  Zeit  hatte  der  Kaiser  im  Norden  die  Sorge
wegen  der  Empörung  Peng-tschung’s,  Statthalters  von  Yü-yäng,  im
Süden  war  er  mit  Liang  und  Tsu  beschäftigt.  Aus  diesem  Grunde
konnte  Tschang-pu  ausschliesslich  in  dem  Lande  Tsi  seine  Streitmacht ­
  sammeln  und  in  zwölf  Provinzen  sich  festsetzen.
Nach  dem  Tode  Lieu-yung’s  wollte  Tschang-pu  nebst  Anderen
Yü,  den  Sohn  Lieu-yung’s,  zum  Himmelssohne  erheben,  sich  selbst
zu  dem  „das  Reich  Han  bestimmenden“  Fürsten  erklären  und  die
Obrigkeiten  einsetzen.  Dagegen  machte  ihm  Wang-hung  Vorstellungen, ­
  indem  er  sagte:  Weil  der  König  von  Liang  dem  eigenen  Herrscherhause ­
  huldigte,  mochte  das  Land  im  Osten  der  Berge  einigermassen
  sich  ihm  zuwenden.  Wenn  wir  jetzt  seinen  Sohn  ehren  und
ihn  einsetzen,  werden  wir  die  Herzen  der  Menge  mit  Argwohn  erfüllen. ­
  Auch  sind  die  Menschen  von  Tsi  sehr  trügerisch.  Es  ist
angemessen,  dass  wir  sie  vorläufig  täuschen.  —  Tschang-pu  stand
demnach  von  seinem  Vorhaben  ab.
Im  fünften  Jahre  des  Zeitraumes  Kien-wu  (29  n.  Chr.)  erfuhr
Tschang-pu,  dass  der  Kaiser  ihn  angreifen  wolle.  Er  ernannte  seinen
Heerführer  Jj|?!j»Fei-yi  zum  Könige  von  Thsi-nan  und  liiess  ihn
am  Fusse  des  Berges  Li  seine  Streitkräfte  zusammenziehen.  Im
Winter  desselben  Jahres  zertrümmerte  der  „die  Macht  begründende
grosse  Heerführer“  Keng-yen  die  Streitkräfte  Fei-yi‘s,  schlug  diesem
das  Haupt  ah  und  eroberte  bei  weiterem  Vorrücken  Lin-thse.
Tschang-pu  bedachte,  dass  bei  der  geringen  Anzahl  und  der  Entfernung ­
  der  Streitkräfte  Keng-yen’s  ein  belagerndes  Heer  ihnen  in
einem  einzigen  Angrifte  den  Platz  wegnehmen  könne.  Er  stellte  sich
daher  an  die  Spitze  seiner  gesammten  Heeresmacht  und  überfiel
Keng-yen  in  Lin-thse.  Die  Streitmacht  Tschang-pu’s  erlitt  eine
grosse  Niederlage,  und  er  selbst  floh  nach  Khie  zurück.
Als  hierauf  der  Kaiser  in  eigener  Person  sich  nach  Khie  begab,
zog  sich  Tschang-pu  auch  von  dort  zurück  und  beschränkte  sich  auf
            
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