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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

nach  der  Provinz  Sin-tu  •).  Sie  dient  zur  Beobachtung  von  Tschangngan
  und  ist  von  hier  achtzig  Weglängen  entfernt.  Kuang-wu  eilte
sofort  nach  Sin-tu,  wo  der  Statthalter  Jin-kuang  die  Thore
öffnete  und  ihm  entgegenzog.
Indem  er  jetzt  die  Streitkräfte  der  benachbarten  Districte  ausrücken ­
  liess,  erlangte  er  viertausend  Krieger.  Mit  dieser  Macht
richtete  er  zuerst  einen  Angriff  gegen  die  Districte  Tang-yang  und
Sehe 2 ),  die  sich  ihm  unterwarfen.  Nachdem  sein  Heer  allmählich  zu
einer  Stärke  von  mehreren  zehntausend  Kriegern  angewachsen,
unternahm  er  einen  Angriff  auf  Pe-jin,  das  er  nicht  zur  Unterwerfung
bringen  konnte.  Seine  Räthe  waren  der  Meinung,  dass  man  Pe-jin
am  besten  bewache,  wenn  man  Kiü-lö  zurechtstelle.  Kuang-wu  führte
jetzt  seine  Streitmacht  nach  Nordwesten  und  belagerte  Kiü-lö,  das
von  Jr)=l  Wang-jao,  dem  Statthalter  Wang-lang's,  vertheidigt
wurde.  Ein  durch  mehrere  Decaden  fortgesetzter  Angriff  hatte  keinen
Erfolg,  Keng-schün  sprach  über  den  Gegenstand  und
sagte:  Wenn  wir  Wang-jao  lange  Zeit  bewachen,  wird  die  Menge
der  Kriegsmänner  ermatten  und  untüchtig  sein.  Man  muss,  sobald
man  zu  Grösse  gelangt  und  die  Streitmacht  auserlesen  und  tüchtig
ist,  vorrücken  und  Han-tan  angreifen.  Wenn  Wang-lang  bestraft  ist,
wird  Wang-jao  ohne  Kampf  sich  unterwerfen.
Kuang-wu  war  hiermit  einverstanden.  Er  liess  den  Heerführer

jfpjjl  ^J^Teng-muan  zur  Beobachtung  Kiii-lö's  zurück  und  führte
das  Kriegsheer  gegen  Han-tan,  wo  er  vor  dem  nördlichen  Thore  der
Vorstädte  lagerte.  Wang-lang  zog  mehrmals  aus  der  Stadt  und  bestand ­
  Kämpfe,  in  denen  er  nichts  ausrichtete.  Er  beauftragte  jetzt
seinen  berathenden  Grossen  ^tpTu-wei,  das  Abschnittsrohr  zu
ergreifen  und  wegen  der  Übergabe  zu  unterhandeln.  Tu-wei  bediente ­
  sich  zierlicher  Worte  und  sagte,  dass  Wang-lang  wirklich  der
Leibeserbe  des  Kaisers  Tsehing  sei.  Kuang-wu  entgegnete:  Gesetzt,
Kaiser  Tsehing  würde  wieder  lebendig,  so  könnte  die  Welt  durch
ihn  nicht  gewonnen  werden.  Um  wieviel  weniger  vermöchte  dies  ein
falscher  Tse-yü!

*)  Die  Provinz  Sin-tu  ist  das  spätere  Ki-tscheu.
2 )  Tang-yang-  und  Sehe  gehörten  zu  der  Provinz  Kiü-lö.  Tang-yang  liegt  im  Norden
des  Flusses  Tang  und  ist  der  spätere  District  Ki-tscheu.  Die  alte  Feste  desselben
liegt  südwestlich  von  den  späteren  Districten  Ki-tscheu  und  Lö-tsching.
            
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