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P f i z m a i e r
wurde geschlagen und getödtet. Sie drangen hierauf in das nördlich
von Ngan-ting gelegene Land bis Yang-tsching. In Puan-siü fiel
starker Schnee, von welchem Gruben und Thäler erfüllt waren.
Viele Kriegsmänner erfroren. Sie kehrten jetzt wieder zurück,
gruben die kaiserlichen Grabhügel auf und rauhten die daselbst
befindlichen Kostbarkeiten. Sie beschmutzten und beschimpften hierauf
den Leichnam der Kaiserin von dem Geschleckte Liü. In allen
Grabhügeln, welche die Räuber öffneten, befanden sich Edelsteinkästchen
G» un d die Todten waren im Ganzen gleich Lebenden
gekleidet. Desswegen hatten die rothen Augenbrauen oft Gelegenheit,
Muthwillen zu treiben und sich zu verunreinigen.
Um diese Zeit befand sich Teng-yü, der grosse Vorsteher der
Schaaren, in Tschang-ngan. Er entsandte eine Kriegsmacht, durch
die er in Yö-1 2 ) einen Schlag gegen die rothen Augenbrauen führen
liess. Diese Kriegsmacht wurde aber seihst geschlagen, worauf
Teng-yü aus der Stadt zog und nach Yün-yang gelangte. Im neunten
Monate des Jahres drangen die rothen Augenbrauen wieder in
Tschang-ngan und hielten in dem Palaste der Zimmtbäume s).
Um dieselbe Zeit war J[E Yen-tsin, der Räuber von Hantsching,
hervorgekommen. Seine Schaaren, die sich in dem Lande
innerhalb des Grenzpasses zerstreut hatten, sammelten sich in Tuling.
Pang-ngan stellte sich an die Spitze von zehnmal zehntausend
Menschen und griff sie an. Weil die auserlesenen Streitkräfte Pangngan's
fortgezogen waren und bloss Lieu-fen-tse mit den Abgezehrten
und Schwachen sich in der Feste befand, machte sich Teng-yü in
eigener Person auf den Weg und überfiel die Stadt. Es traf sich
jedoch, dass Sie-lö zu Hilfe kam, und man kämpfte nächtlich in der
Strasse des Strohes 4 ). Die Streitmacht Teng-yü’s wurde geschlagen
und ergriff die Flucht.
*) Die Erklärung des Verfahrens von Han sagt: Man verfertigte Tafeln aus Edelstein,
die einen Schuh lang und anderthalb Zoll breit waren. Aus denselben bildete man
Kästchen, die von den Lenden bis zu den Füssen reichten. Man umwickelte sie
mit Goldfäden und nannte dieses: Edelsteinkästchen verfertigen.
2 ) Der Dietrict Yö-I gehörte zu der rechten Provinz Fu-fung.
3 ) Die Geschichte von Tschang-ngan sagt: Der Palast der Zimmtbäume (kuei-kung)
befindet sich im Norden des Palastes Wi-yang. Derselbe heisst auch der nördliche
Palast (pe-kung).
Die Alterthümer der drei Stützen sagen: In der Feste von Tschang-ngan befindet
sich die Strasse des Strohes (kao-kiai).