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Pfizmaier
meinscbaft aufschlug, wurde Siü-siuen Reichsgehilfe, Puan-thsung
der die Stelle eines kaiserlichen Vermerkers bekleidende Grosse,
Pang-ngan der grosse Vorsteher der Pferde zur Linken, Sie-lo der
grosse Vorsteher der Pferde zur Rechten. Die Anführer von Yangyin
abwärts wurden Reichsminister.
Als das Kriegsheer nach Kao-ling gelangte, vereinigte man sich
mit Tschang-ngao und anderen abtrünnigen Heerführern Keng-schi’s,
überfiel sofort das Thor der östlichen Hauptstadt 1 ) und drang in die
Feste von Tschang-ngan. Keng-schi kam herbei und unterwarf sich.
Während Lieu-fen-tse den Palast Tschang-lö bewohnte, hatten die
Anführer täglich Zusammenkünfte, wobei sie lärmend und schreiend
ihre Verdienste erörterten und sich zankten. Sie rissen die Schwerter
heraus, hieben damit gegen die Pfeiler und konnten sich nicht
einigen. Wenn die drei Stützen, die Provinzen, die Districte oder
die Ältesten der Lager Abgesandte mit Tribut und Geschenken
schickten, entrissen ihnen die Kriegsmänner dieses sogleich mit Gewalt.
Auch nahmen sie öfters Angestellte u»d Volk gefangen oder
bedrückten sie. Die hundert Geschlechter bewachten die Wände, und
alles setzte sich aus dem Grunde wieder in Vertheidigungsstand.
Als der letzte Tag des Jahres gekommen war, veranstalteten
Puan-thsung und dessen Genossen Musik und hielten eine grosse
Zusammenkunft. Lieu-fen-tse sass mitten in der Vorhalle, die Leibwächter
des gelben Thores der Mitte befanden sich hinter ihm mit
Waffen in den Händen. Die Fürsten und Reichsminister sassen reihenweise
in dem oberen Theile der Vorhalle. Ehe noch der Wein herumgereicht
wurde, nahm Einer unter ihnen ein Messer und einen Pinsel 2)
hervor, schrieb eine Karte und wollte Glück wünschen s). Die Übrigen,
welche nicht schreiben konnten, standen auf, gingen zu ihm hin und
baten ihn, ihren Namen zu schreiben. Alle standen in einem Haufen
*) Der Grundriss der drei Stützen sagt: Das Thor Siuen-ping ist das erste Thor
von Norden an der östlichen Flanke der Feste von Tschang-ngan. Das vor
diesem befindliche Thor der Vorstadt heisst das Thor der östlichen Hauptstadt
(tung-tu-men).
2 ) Ehemals schrieb man die Aufsätze auf zusammengelegte Bambustafeln. Wenn
man etwas fehl schrieb, schabte man es mit einem Messer weg. In diesem Sinne
steht hier Messer und Pinsel.
3 ) Seit den Zeiten der Thsin und Han war es Sitte, an dem letzten Tage des Jahres
Glück zu wünschen.