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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

stehen  wir  dicht  vor  Tschang-ngan,  und  die  Götter  und  Geister
wollen  es  so.  Wir  müssen  Jemanden  von  dem  Geschlechte  Lien  aufsuchen, ­
  ihn  in  Gemeinschaft  ehren  und  erheben.  Im  sechsten  Monate
des  Jahres  setzten  sie  sofort  Lieu-fen-tse  zum  Kaiser  ein.  Derselbe
nannte  sich  Kien-sehi  (das  gegründete  Zeitalter)  und  bezeichnete
mit  diesem  Namen  auch  das  erste  Jahr  eines  neuen  Zeitraumes.
Die  rothen  Augenbrauen  hatten  zur  Zeit,  als  sie  nach  Tscln
gezogen  waren,  Lieu-fen-tse  und  dessen  zwei  ältere  Brüder  Kung
und  j^  Meu  geraubt.  Dieselben  hatten  sich  hei  dem  Kriegsheer  befunden. ­
  Lieu-kung  hatte  sich  in  seiner  Jugend  auf  das  Buch  der
Schang  verlegt  und  war  in  der  grossen  Gerechtigkeit  bewandert.
Als  Puan-thsung  und  dessen  Genossen,  denen  er  folgte,  sich  Kengschi
  unterwarfen,  erhielt  er  das  Lehen  eines  Fürsten  von  Tsclit.
Da  er  die  richtschnurmässigen  Bücher  vollkommen  verstand  und
mehrmals  über  die  Angelegenheiten  gesprochen  hatte,  wurde  er  zu
einem  Aufwartenden  im  Inneren  ernannt.  Er  folgte  Keng-schi  und
lebte  in  Tschang-ngan.  Lieu-fen-tse  und  Lieu-meu  blieben  bei  dem
Kriegsheer  zurück  und  gehörten  zu  dem  Hiao  der  Rechten,  dem  Angestellten ­
  der  Genossen  j|P|J  Lieu-hiä-king,  der  dem
Futterschneiden  und  der  Hut  der  Rinder  vorgesetzt  war  und  mit  dem
Namen  eines  Angestellten  der  Rinder  bezeichnet  wurde.
Als  Puan-thsung  und  dessen  Genossen  einen  Kaiser  einsetzen
wollten,  suchten  sie  in  dem  Kriegsheer  nach  den  Nachkommen  des
Königs  King.  Unter  siebzehn  Menschen,  welche  sie  fanden,  waren
bloss  Lieu-fen-tse,  Lieu-meu  und  ?|>|J  Lieu-hiao  ,  der  frühere
Lehensfürst  von  Si-ngan,  sehr  nahe  Angehörige  seines  Geschlechtes.
Puan-thsung  und  dessen  Genossen  beriethen  sich  und  sagten:  Wie
wir  gehört  haben,  nannte  man  in  dem  Alterthum  den  Himmelssohn,
wenn  er  Streitkräfte  befehligte,  den  obersten  Heerführer.  —  Sie  machten
jetzt  eine  Tafel  zu  einer  Beglaubigungsmarke  und  schrieben  darauf
die  Worte:  der  oberste  Heerführer.  Sie  legten  dieses  mit  noch  zwei
leeren  Tafeln  in  eine  Urne.
Hierauf  errichteten  sie  im  Norden  von  Tsching  einen  Altar  mit
einem  freien  Platze  und  opferten  dem  Könige  King  von  Tsching-yang.
Die  „dreierlei  Greise“  und  die  „den  Geschäften  Nachgehenden“
waren  vollzählig  versammelt  und  standen  in  Reihen  unter  den  Stufen.
Lieu-fen-tse  und  die  beiden  anderen  standen  in  der  Mitte.  Man  liess
            
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