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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

Keltische  Forschungen.

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Seiani  Sebossus  (SEBODDUs)  erscheint  in  einer  zuVieil-Evreux
gefundenen  fragmentarischen  Inschrift,  Mein,  de  la  soc.  des  Antiq.
de  France  XIV  (1838)  p.  XV  *).
Seioni(us)  Steiner  n.  400  zeigt  die  Ableitung  -on  (Zeuss
p.  734)  und  kann  mit  kymrisch  Caer  Seon  Jolo  p.  109,  173  verglichen ­
  werden  a ),  falls  nicht  altes  n  hier  durch  o  vertreten  ist.
Man  beachte  auch  die  Namen:
Seins  (Marcus)  L.  f.  Cicero  pro  Planco  3,  12,
Sei  (fil.)  d.  i.  Morsinus,  Grut.  809,  3,  L.  Seins  Tubero  (cons.
suf.  a.  u.  771),  Orelli  n.  1495,  Seins  Quadratus  Tacit.  Ann.  6,7,  Seins
Fuscianus,  Capit.  M.  Ant.  3,  Seins  Saturninus  und  sein  Sohn  Seius
Oceanus,  Javolen.  lib.  2,  Epist.,  Digest.  36,  147,  Q.  Seius  Postumes, ­
  Steiner  n.  803,  Seiius  Quintus  1.  c.  n.  784,  L.  Seins  Severus,
Chandler.  Marm.  Oxon.  p.  136,  69,
GnaCa  Sein  Herennia  Salustia  Barbia  Orbiana  (conjux  Alexandri
Severi.  saec.  3.)  Orelli  n.  960,
kymrisch  Seius:  „De  penitentia  Seii  pro  interfectione  duorum
nepotum“  saec.  7.  Vita  S.  Cadoci  c.  54.  Lives  87,
armorisch  Sei:  in  piebe  qui  dicitur  Sei,  a.  854.  Cart.  de  Redon
n.  162.  Auch  den  Namen
Seihildis,  Mutter  des  Belimarus,  saec.  9.  Polypt.  Rem.  51.  77
glaube  ich  nicht  übergehen  zu  dürfen.  Er  ist  abgeleitet  wie  Fuscildis
  (Keltische  Forsch.  4.  Sitzungsber.  59,  235),  welcher  Name  durch
gälisch  fuasgailte  (active)  d.  i.  foscilti  seine  Erklärung  findet.
Zur  Deutung  dieser  Namen,  in  denen  schwerlich  i  statt  gi  steht,
weiss  ich  Sicheres  nicht  beizubringen.  Vielleicht  liegen  hier  Ableitungen ­
  der  irischen  Präposition  sia  (far  of,  the  utmost  or  remotest
from  you)  O’Brien  vor,  die  etwa  auch  in  dem  Hauptworte  siat  (tumor,
swelling)  neben  at  (id.)  sich  wieder  findet.
Zslibdeni  71,  19  saec.  8.
Unter  diesem  Namen,  der  hier  im  Genitiv  steht,  und  über  dessen ­
  Träger  im  Verbrüderungsbuche  eine  Erklärung  nicht  gegeben
wurde,  ist  gemeint
*)  Diese  Inschrift  ist  auch  abgedruckt  in  den  Beiträgen  z.  vergl.  Sprachf.  3,  165,  wo
aber  p.  196  und  209  Prof.  Becker  Seianise  und  Bossu  gelesen  hat.  —  Wegen  Sebossus ­
  vergleiche  man  Statius  Sebosus  Plin.  H.  N.  6,  31.  9,  15.
2 )  Vgl.  auch  Sion  (masc.)  a.  878.  lMarca  hisp.  n.  37.
            
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