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K v i c a 1 a
bloss „Vorhersagen“, sondern auch „öffentlich verkünden“ bedeutet;
cf. Tcpädrilog, npixpoävu (z. B. Ant. 1 ISO), im Latein pronunciare,
propalam u. dgl.*).
Im V. 626 könnte Meineke's Conjectur ovx dpa fpovovvra.
<t’ so ßlsxu rathsam erscheinen; aber auch die Überlieferung lässt
sich befriedigend erklären. Das Verbum ßÄs7rw ist nicht zu urgieren 3 );
der Hauptgedanke ist ov yäp su tppovsXg (d>g ßlsnui'). Der Zusammenhang
ist: Nach Kreon’s Worten chg ovy_ unst£cov ovds tuotsOgcov Xsysig
erwidert Oidipus As“yoj raöra, (hg av Kpodsi^-pg olöv iart r6 <p$ovüv,
worauf Kreon sagt Asystj raöra, dtört ovx so ypoveXg, ojg ßlin:w.
Über Heimsoeth’s Conjectur zu dieser Stelle braucht man kein
Wort zu verlieren; denn wenn man sprachliche Unmöglichkeiten
(odös TriffTV/ffwv!) zu Hilfe nimmt, so entfällt jede Polemik als
überflüssig.
V. 633 ff.
oiAinors.
oiffrS-’ ouv « yj/p^ig ;
X0P02.
oföcc.
oiAinors.
<ppoc& ör? 1 t£ (pfig;
XOPOS.
röv dvayn tpilov p.f;7ror’ iv ahicr.
fföv d'paveX Aoyap ff’ ärtp.ov ßaAsiv.
So schreibt diese Stelle Nauck, während der Laurentianus
yu)
ivayöt darbietet, ferner Aoyov „literis yoj a. m. antiqua superscriptis“
und artpLOv ixßaAsiv.
Zur Feststellung des Sinnes der Verse 636, 637, so wie auch
theilweise zur Feststellung des Textes derselben trägt nicht wenig
die verdienstliche Erörterung von M. Schmidt (Ztschr. f. d. österr.
Gymn. XV, S. 22 ff.) bei. Mit Recht betont es Schmidt, dass ixßahXv
nicht aufgeopfert werden darf. „Die Hauptfrage ist: dürfen wir
*) Gerade die irrige Auffassung von rt p 0 mag die Corruptel orav veranlasst
haben.
2 ) Cf. Trach. 714, wo auch oidcc nicht urgiert werden darf; der Hauptgedanke ist
6 *yocp ß«Xwv aTpccxTog xeci 3sdv Xeiptava £7rvjp.7?v£ (&$ oföa).