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K v i c n 1 a
so vermisst man im ersten Verse ein Verbum des Thuns; tpipu und
Eopcov ist ein lahmer Gegensatz; also warum sollte man nicht zuversichtlich
Vorschlägen vüv piv yäp iazi nmz ävsu <p6ßov nouXvl Um
eine Erklärung, wie die Corruptel der Überlieferung entstand, würde
ich nach Heimsoeth’s Anleitung gar nicht verlegen sein; di6 Annah me
einiger erklärender Glossen (vgl. z. B. Heimsoeth S. 231), die in
den Text eindrangen und dann selbst wieder durch Schreibfehler
verdrängt wurden, würde schon das ihrige thun. Doch genug davon!
Ich will hier nichts weiter von einem Verfahren sagen, mit dessen
Hilfe man in den Tragödien des Sophokles mehrere hunderte von
bisher ungeahnten Corruptelen entdecken und sofort auch für dieselben
die nöthigen Conjecturen aufstellen könnte.
An unserer Stelle ist es Heimsoeth nicht gelungen, den echten
und vom Dichter in erster Linie beabsichtigten Gegensatz wahrzunehmen.
Im Vers 390 liegt der Hauptnachdruck nicht auf äveu tpößov,
sondern auf dem durch vöv ix gov nä.vra. tpip co ausgesprochenen
Gedanken, welchem sehr richtig nolla xdv xxwv edpwv gegenüber
gesiellt wird. „Jetzt erlange ich, sagt Kreon, alles (was ich wünsche)
durch dich <); wenn ich selbst herrschen würde, so würde ich nicht
bloss nicht alles thun können, was ich wünschen würde, sondern ich
müsste auch vieles gegen meinen Willen thun.“ Diesen Gegensatz
halte ich für evident richtig. Freilich könnte man hiebei zu der Vermuthung
sich versucht fühlen, dass cacov im vorausgehenden Verse
einen ausdrücklich ausgesprochenen Gegensatz haben sollte, etwa
a ßoi/lop-xi statt ävsu <p6ßov. Ich weise aber diese Vermuthung von
mir, weil in den Worten ix aovKdvza <pip«) natürlich der Begriff
des Erwünschten involviert liegt; Trebra kann in diesem Contexte nur
„alles, was ich wünsche“ bedeuten; cf. z. B. Phil. 298 f.
oixGvp.ivYi ydp ovv aziyri niipog pera
7rävr’ ixrtopi^ei Tr'Xrjv zo pv; vogeiv ip.i.
Auch ävsu tpoßov ist nicht zwecklos. Ich pflichte ganz der Erklärung
Schneidewip’s, nicht zu 590 (diese Bemerkung ist unrichtig),
sondern zu 591 bei: „Vieles würde ich als Landesherr mit
l) können wir hier am passendsten mit „impetro“ vergleichen. Nunc a te
omnia impetro, nicht etwa bloss Geschenke, sondern überhaupt das Geschehen
dessen, was ich wünsche. Auch i>80 ist Travr 1 £[jloO xop.t£srai = omnia a me
impetrat.