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K v i c a 1 a
so wie ärpsarov, mit diöovroc verbunden werden muss. Evöstv aber
bat liier seine gewöhnliche Bedeutung, keine metaphorische. Als den
ersten Vortheil seiner Lage bezeichnet Kreon den ruhigen Schlaf,
während der Herrscher sich eines ruhigen und erquickenden Schlafes
nicht erfreut, sondern süösi Evv (pißoioi. D;is ärpeazov südsiv ist gewiss
kein geringfügiger Vortheil. Wer aus Erfahrung das Gegentheil
kennen gelernt hat, wer sich ferner erinnert, wie häufig von
alten und neuen Schriftstellern ein ruhiger, sorgenloser Schlaf als
eine wahre Wohltliat gepriesen wird, der wird es nicht sonderbar
finden, dass Kreon dies hervorhebt.
Die Worte |üv yößot? züdetv erinnern übrigens an Trach.
175 f. rjoitei; süoouoxv i>azrjoäv dpi fößcp, iptXat, zapßoüaccv.
Auch Klytaimnestra findet an. der Stelle, wo sie ihre kummervolle
Besorgniss recht entschieden bezeichnen will (El. 780 ff.),
keinen passenderen Ausdruck, als
<5<7t' oüzz vuxzög unvov oür’ iE f/fxepag
dpi ozeyällsiu wOv,
womit natürlich nicht eine völlige Schlaflosigkeit gemeint ist. Unangemessen
finde ich es, wenn man die Überlieferung lächerlich
machen will „quasi vero süöcnv posset quisquam regnare“ (F. W.
Schmidt, Anal. Soph. et Eurip. p. 43). Dieser Spott ist unwirksam;
denn die Überlieferung zwingt uns ja durchaus nicht zu der Annahme,
dass die Ausübung der Functionen eines Herrschers und das
Schlafen zu derselben Zeit stattfindet, sondern es ist die Rede
davon, dass, wer ein Herrscher ist (diese Bedeutung hat hier
natürlich öcpy_Biv, wie 591), eines sorgenlosen Schlafes sich nicht erfreut.
Beispiele für eine solche Construction, wie sie hier vorliegt,
anzuführen wäre natürlich höchst überflüssig.
V. 587 ff.
iyw psv ouv ouz’ aüzdg ipsipcov sfuv
zupccvvog SLvai p.äXXov rj TÜpawa dpäv,
ou~’ äXXo? oozig (jUHppovsiv krziozxza.i.
Im zweiten Verse kann, sollte man meinen, niemand der glücklichen
Kürze des Ausdrucks und dem schön und scharf ausgesprochenen
Gegensätze (gerade durch die Anwendung desselben Wortes
-Opawo? tritt der Gegensatz sehr gut hervor) seine Anerkennung
versagen.