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Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles (König- Oidipus).
ipdziv dp.’ Oidinöda und (pxvspd -yap irr’ «lirw r,A$e -dpa. hinweisen.
Die Scholien bieten hier eine erwünschte Anleitung zur Constituierung
des Textes, wobei auch nicht ein einziger Buchslahe der
Ueberlieferung zu ändern, wol aber die Lücke durch das von den
Scholien dargebotene -/_priadpsvo<; (was schon Brunck aufnahm) zu
ergänzen ist. Es ist nämlich zu schreiben:
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epaSov. ffoöj 0 zov orj ßaadvip y^p 77 adpsv 0 ? *)
£7re zdv ixidccpov (pdziv dp.’ 0ioiKÖoa. xrX.
*) Die Annahme der Dehnung der letzten Sylhe von wird freilich auf
Widerspruch stossen. Ich halte diese Dehnung für zulässig aus mehreren Gründen.
Es ist, glaube ich, namentlich bei einem viersylbigen Worte, dessen Messung
— ist, die Dehnung der letzten Kürze in der Arsis nach den drei ersten einen
Dactylus bildenden Sylben natürlich und in dem allgemeinen rhythmischen Princip
begründet. Es stellt sich nämlich in diesem Falle von selbst das Bedürfnis
heraus nach einer Unterscheidung der dritten Kürze von.den zwei vorausgehenden,
d. i. das Bedürfnis nach einer Hervorhebung derselben in der Aussprache und
nach einer Dehnung. So wird im Deutschen im troehäischen und jambischen
Metrum von zwei auf einander folgenden Kürzen die zweite, in der Arsis stehende,
zur Länge: herrliche Gestalt, das goldene Gefäss. Im dactvlischen Metrum findet
dasselbe bei der letzten von drei aufeinander folgenden Kürzen statt; z. B. Klopstock
Messias 5, 24:
„Und die schrecklicheren der Christen erhüben sich behend“.
Ich sehe nicht ein, warum man diese Dehnung, die man bei Homer willig anerkennt,
bei den Tragikern bestreiten und die Stellen, an denen diese Erscheinung
vorkommt, ändern sollte. Bei Homer liest man z. B. Od. 230:
TvjXs'jjiaxs, ttoiov <re eiroc epxog o&o'vrcov ,•
In unserer Tragödie lesen wir 866:
v'piKodsg, oupavcav
aiSipot. rexvtt£evrs£.
Ferner habe ich noch folgendes zu bemerken. Man findet bekanntlich nicht
selten in einer stärkeren Interpunction eine Entschuldigung für die Dehnung
einer Kürze. Ich erkenne diese „Entschuldigung“ als berechtigt an, bin aber überzeugt,
dass dieselbe auch für manche Fälle in Anwendung kommen kann, wo nur
ein Komma oder auch gar keine Interpunction gesetzt wird. Dies scheinbare
Paradoxon ist leicht zu begreifen. Nicht die Interpunction an und für sich ist es