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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 61. Band, (Jahrgang 1869)

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K  v  i  c  a  1  a

Diese  glänzende  Eraendation  (denn  dass  es  eine  wirklich«
Emendation  ist,  halte  ich  für  unzweifelhaft)  hat  M.  Schmidt  (Philol.
XVII,  412)  vorgeschlagen  und  später  nochmals  (Ztschft.  f.  d.  öst.
Gymn.  XV,  9  f.)  empfohlen.  —  Bekanntlich  wird  r6  und  tol  mit  dem
Genitiv  zuweilen  so  gebraucht,  dass  es  fast  dem  Nominativ  des  betreffenden ­
  Substantivs  gleichkommt,  gerade  so  wie  rö  öpöv,  rö  v^ps-Tspöv
  zuweilen  dem  £yä),  v7pEt?  ziemlich  gleichkommt,  wenn  auch
das  Neutrum  eigentlich  das  Betragen,  die  Verhältnisse  u.  dgl.  bezeichnet. ­
  Vgl.  die  sophokleischen  Stellen,  die  Ellendt  (lex.  Soph.  II,
p.  226  s.  v.  6)  anführt.  Wie  nahe  sich  rö  ncddojv  oder  rä  ncrfdujv
mit  naldzg  berühren  kann,  dafür  bietet  einen  lehrreichen  Beleg  Plat.
Rep.  8,  563  C:  rö  p.iv  yccp  rüv  Srip'iuv  rcöv  und  rolg  ccvSpünoig  ogm
ilevSeputTepa.  ianv  ivnxüSa  v  ev  äAAip,  oöx  äv  rt?  nziSoiro  änzipog.
Ein  Bedenken  scheint  aber  noch  gegen  xat  vö>v  obzuwalten.
Warum  hat  der  Scholiast  dies  vcpv  nicht  beibehalten,  sondern  vielmehr ­
  rj[xüv  und  i7puv  gesagt?  Aber  der  Scholiast  nahm,  glaube  ich,
vüv  in  der  Bedeutung  von  v7p.1v.  Unter  den  zahlreichen  Vertauschungen, ­
  die  bei  den  persönlichen  und  possessiven  Pronominen  in  der
späteren  Gräcität  vorkamen,  findet  sich  nämlich  auch  die,  dass  vönv
für  v7p.1v  gebraucht  wurde.  Bei  Quintus  Smyrnaeus  liest  man  dies
z.  B.:
1,  211  ff.  xat  rig  (sc.  ’Ap7stcov)  dp’  dypopivoiGiv  enog  non  rolov
ezinzv.
Ti?  §v  Tpfoag  äyzipz  pzS'  "Exropa  SipiutSzvra.,
ovg  ipccpzv  oöx  zn  vcöiv  unavndaziv  p.zpaöjTag;
1,  369  viöiv  (sc.  TpwsutJi)  xaxa  jroAAä  <pzpovrzg
Der  Scholiast  nahm  vwv  für  vp.Lv,  und  dies  sein  vp.div  und  vpXv
ist  kein  wirklicher  Plural,  der  sich  auf  Laios  und  Oidipus  zugleich
bezöge,  sondern  er  meint  unter  vp.iv  und  vpüv,  wie  seine  Erklärung
zeigt,  nur  den  Oidipus.  Aus  diesem  Grunde  behielt  er  vüv  nicht
bei,  sondern  setzte  v$pcöv  und  vp.lv,  weil  diese  Formen  für  ipoO  und
£p.ot  ihm  geläufig  waren.
V.  287.
dAA’  oöx  £v  äpyolg  oödi  tovt’  inpa.la.ptjv.
Man  glaubt,  kv  dpyolg  habe  die  adverbiale  Geltung.  So  schon
Schob  rec.:  „tö  ovopa.  dvri  snLppvp.ccTog  •  oöx  dpytjjg“.  Schneidewin
            
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