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Aschbach
Richtung, welche sein Sohn Conrad in seinen Beschäftigungen nahm,
nicht einverstanden: er fand es seinen häuslichen Interessen entsprechender,
dass derselbe ihm überall zur Hand sei und sich der
Landwirthschaft widme. Da die ländlichen Arbeiten aber dem lernbegierigen
Jüngling nicht zusagten, so entzog er sich ihnen, sobald
ihm dazu Gelegenheit geboten war. Auf einem Mainfloss, welches
Bauholz nach dem Niederrhein brachte, entfloh er aus seiner Heimath
und gelangte nach Köln, wo der damals achtzehnjährige Celtes am
9. October 1477 sich als Scholar in das Universitäts-Album einschreiben
Hess *). Ohne Zweifel von Verwandten oder Freunden,
vielleicht auch durch den Genuss von Stipendien unterstützt, oblag
er mehrere Jahre hindurch an der rheinischen Hochschule den
Studien in den freien Künsten und in der scholastischen Philosophie.
Allein der letzteren konnte er keinen rechten Geschmack abgewinnen,
obschon sie ihm die Laufbahn zum artistischen Magisterium und zur
Theologie eröffnen sollte 3 ). Er verliess endlich die bis dahin betriebenen
Disciplinen und widmete sich nun mit allem Eifer seinen
Lieblingsstudien, der Poetik und Rhetorik, und suchte sich darin aus
den Schriften der alten Classiker zu vervollkommnen.
Cell. Odar. üb. IV. oil. 7.
Hie ego Bacchum, nitidam et Minervam
Barbiton molli cecini frequenter,
Vallibus dulci mihi voce ubi responderat
Echo.
*) Acta Universität. Colon, im Matrikelbuch Vol. III. ad ann. 1477: In die 5. Dionysii
Martiris Conradus Zeltes non juravit, quia minorennis est, et Dom. Andreas
de Teichen, Baccalaureus in Theologia formatus, fide jussit pro eo in forma
consueta, et quia medius pauper fuit, solvit 8 Schilling.
2 ) Sodal. Rhenan. vita Celtis: Per Moenum Agrippinam Coloniam venit ibique liberalibus
studiis et theologiae aliquamdiu vacavit. Wichtig ist die in des Celtes
Odar. lib. III. befindliche Stelle in der Od. XXI ad Wilhelmum Momerlochum civem
Coloniensem et philosophum über die auf der Kölner Universität betriebenen
Studien:
In urbe tecum hac condidici vagas
Inferre fraudes per <7iAXo c ytOTixou$
Nexus, quod et contentioso
Tradiderat dialexis ore.
Primaeque tecum hac prendideram sacros
Libros sophiae, tune mihi cognitum
Albertus et quid Thomas alti
In physicis docuere rebus.