Die früheren Wanderjahre des Conrad Celtes.
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Wenn Conrad Eeltes auch aus einer Familie, welche dem
Bauernstände angehörte, entspross, so fehlten ihm doch nicht angesehene
Verwandte, die durch Bildung und Lebensstellung zu den
höheren Kreisen sich erhöhen hatten <). Der Würzburger Gregor von
Heimburg, der berühmte Rechtsgelehrte und Syndicus der Stadt
Nürnberg, welcher so mutliig den Kampf gegen die römische Curie
vom deutschpolitischen Standpunkte aus geführt hat, war ein
Verwandter des Celtes von mütterlicher Seite. Dieser rühmte sich
auch der ehrenvollen Verwandtschaft und gedachte ihrer später in
einem seiner Epigramme. Als Gregor starb, hatte Conrad Celtes sein
dreizehntes Lebensjahr erreicht 2 ). Es ist nicht unwahrscheinlich,
<lass diese Verwandtschaft einen gewissen Einfluss auf das geistige
Streben des Celles ausgeübt hat.
Den ersten Unterricht in der lateinischen Sprache erhielt er
von seinem älteren Bruder, einem Geistlichen, der wahrscheinlich
dem Benedictiner Orden angehörte 3 ). Von ihm mag er auch zuerst
die Liebe zur Dichtkunst, zu den elassischen Studien und zur Musik
eingeflösst bekommen haben 4 ). Der Vater war aber mit dieser
*) Daher konnte in der Vita des Celtes gesagt werden: Conradus Celtis — Familia
honesta et apud primores Franciae honorata — natus fuit.
2 ) Celtes in Odar. üb. II. od. VI erwähnt des Gregor; er nennt ihn aber Georg:
Sint qui jura ferant et pulchris legibus urbes
Reges cum ducibusque gubernent.
Inter quos fueras primus, Heimburge Georgt,
Cor/nato mihi sanf/uine junctus.
In den Epigrammat. Üb. IV. n. 89 setzt er ihm ein Epithaphium:
Hic jaceo Heimburgus, patriae qui primus in oras
Invexi leges, Caesareosque libros.
Romanae praesul me condemnaverat urbis:
Consilium dixi, quod sibi majus erat.
s ) Vita Celtis : A Germano suo Druide ütteraruin rudimenta — perdidicit.
4 ) Celt. amor. Iib. I. eleg.. 12. an seine Geliebte Hasilina: Erinnerungen an die
Heimath und die Jugendstudien:
Elysios credas campos et amoena piorum
Hic loca, quae Cererem vinaque blanda creant:
Intonsique greges passim per prata vagantur.
Et nemora alitum vocibus alta sonant.
Hic ine non lento Phoebus dilexit amore,
Hic dedit et resonis plectro movere jugis.
Sitzd. b. pliil.-hist. CI. LX. Bd., I.Heft.
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