P f i z in a i e r
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Tsin-yang gefunden worden. Die Kaiserin Wen-te hatte ihn beständig
in ihren Kleiderkasten gelegt und entäusserste sich desselben erst zu
den Zeiten des grossen Kaisers. Nach drei Tagen fügte die Kaiserin
Perlen, Seidenfäden, Kleider und Kinderdecken zu dem jungen
Drachen aus Edelstein und machte es zum Geschenke. Später verwahrte
man diesen beständig in dem inneren Versammlungshause.
Obgleich seine Breite nicht einmal einige Zolle betrug, war etwas
so Mildes, Feuchtes, Auserlesenes und Künstliches unter den
Menschen nicht zu finden.
Als der Kaiser zur Nachfolge gelangt war, pflegte man, so oft
in der Mutterstadt ein lästiger Regen eintrat, aufrichtig zu beten.
Wenn der Regen langwierig werden sollte und man jenen Drachen
genau betrachtete, war es, als ob er die Schuppen und Mähnen
aufrichtete.
In dem Zeiträume Khai-yuen (713 bis 741 n. Chr.) herrschte
in den drei Stützen (den drei um die Mutterstadt liegenden Provinzen)
grosse Dürre. Der Kaiser suchte Abhilfe durch Gebet, aber
nach zehn Tagen war noch kein Regen erfolgt. Der Kaiser warf
jetzt insgeheim den Gegenstand in den Drachenteich des südlichen
Inneren. Da erhoben sich plötzlich Wolken und mit ihnen entstanden
Sturm und Regen.
Der Kaiser besuchte das westliche Scho. Die Wagen standen
reihenweise an dem Flusse Wei, und man wollte übersetzen. Der
kaiserliche Haltplatz befand sich an dem Ufer des Flusses. Unter den
Aufwartenden und Wagenführern des Gefolges waren einige, welche
auf die Strömung blickten, sich mit dem Wasser begossen und
spielten. Sie fanden den Gegenstand in dem Sande. Als dies der
Kaiser hörte, erschrack er freudig. Er betrachtete ihn und sagte
unter Thränen: Dies ist der junge Drache aus Edelstein, der mir
einst kostbar gewesen. -—• Seit dieser Zeit erleuchtete der Gegenstand
in jeder Nacht mit seinem Glanze das ganze innere Haus.
Als der Kaiser in die Mutterstadt zurückgekehrt war, rauhte
ein Leibwächter des gelben Thores den Gegenstand und übersandte
ihn Li-fu-kuö Dieser legte ihn immer in ein Kästchen. Als Fu-kuö
1) Li-fu-kuo wurde nach Verübung mehrerer Gewalttaten der Vorsteher der Räume
und zugleich der Gebietende des Buehfiihrers der Mitte.