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Schenk]
herausgegeben hat, ist am ausführlichsten von C. Gros in seiner französischen
Übersetzung des Dio Cassius (Paris 1845) beschrieben
worden *), womit das zu vergleichen ist, was L.Dindorf in der Vorrede
zum zweiten Bande des Diodoros (Paris 1844, Didot) über diese Handschrift
bemerkt hat. Einiges findet sich auch in den beiden Programmen
des französischen Gymnasiums zu Berlin (1861 und 1863) von
J. Wollenberg, der in dem ersteren eine nochmalige Vergleichung
der Excerpte aus Joannes Antiochenos und im letzteren die Collation
der Stellen aus Herodotos gegeben hat, welche Valois nicht berücksichtigt
hatte.
Durch die Güte des Herrn Professor Dr. W. Hartl, habe ich
einige Notizen über diesen Codex erhalten, welche demselben sein
Freund Herr Dr. R. D a h ms, der sich im vergangenen Herbste längere
Zeit in Tours aufhielt, mitgetheilt hat. Derselben Quelle verdanke
ich auch die unten folgende Vergleichung der Excerpte aus der
Anabasis.
Vor Allem sei hier bemerkt, dass Herr Dahms die Handschrift
nicht, wie man allgemein glaubt und auch Gros annimmt, in das
zehnte, sondern erst in das eilfte oder zwölfte Jahrhundert setzt.
Darnach fiele die Vermuthung von Gassendi (vit. Peirescii üb. IV,
p. 133), dass der Turonensis das Exemplar sei, welches Konstantinos
für sich selbst hatte anfertigen lassen. Weiterhin war der Codex
früher nach Quaternionen geordnet gewesen; er wurde aber auseinandergerissen,
wobei viele Quaternionen und einzelne Blätter verloren
giengen. Der Rest wurde dann ohne alle Rücksicht auf die frühere
Ordnung zusammengebunden und in diesem Zustande paginiert.
Später sind die paginierten Blätter zum Theile nochmals umgestellt
worden. Die Übersicht bei Gros kann von der heillosen Unordnung
einen Begriff geben. Nur hat Gros nicht daran gedacht die Quaternionen
wieder zu ordnen; indem sich Herr Dahms dieser Mühe
unterzog, fand er, dass die Verluste von Blättern und Quaternionen
viel grösser seien, als man nach den Andeutungen bei Gros schliessen
könnte. Namentlich sind die Excerpte eines Schriftstellers ganz verloren
gegangen und zwar nach den Stellen aus Xenophon, welche
’) Histoire Romaine de Dion Cassius, traduite eu frangais par E. Gros, inspecteur de
PAcademie de Paris.