Xenopiionf.ische Studien.
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die einzelnen Theile derselben in grossen Zwischenräumen abgefasst
wurden. Darnach hätte also wirklich ein Themistogenes von Syrakus
eine Anabasis geschrieben. Und wäre dies etwa auffällig? Warum
kann nicht ein Historiker dieser Zeit, nach Mittheilungen seiner
Landsleute, welche an dem Zuge Theil genommen hatten, ein solches
Werk verfasst haben? Im Heere des Kyros diente der Syrakuser
Sosis als Stratege (I, 2, 9) und sein Corps wird wol zum guten
Theile aus Syrakusanern oder doch sicilischen Griechen bestanden
haben; ein Lykios aus Syrakus wird I, 10, 14 genannt. Dass diese
Anabasis in den Zeiten nach Christus so gut wie verschollen war,
kann nicht Wunder nehmen; ist es doch vielen anderen Werken
ebenso ergangen. Was wüssten wir denn von der Anabasis des
Sophainetos, wenn uns nicht die paar Citate bei Stephanos von
Byzanz erhalten wären, der übrigens sicherlich nicht dieses Werk
vor sich gehabt, sondern diese Artikel sammt den Citaten aus einem
anderen geographischen Werke entlehnt hat. Plutarchos hat diese
Anabasis des Sophainetos nicht gekannt; denn sonst würde er sie
wol im Leben des Artaxerxes an irgend einer Stelle erwähnt haben.
Darf man übrigens auf die Worte xai tb? Ix rourou äKEG&SYiaav ol
"Etärivsg int SccXoctt av ein Gewicht legen, so war in der Anabasis
des Themistogenes nur der Rückzug bis Trapezus und dann kurz
der weitere Zug bis Byzanz beschrieben, dagegen aber über den
Feldzug in Thrakien und das Weitere nichts berichtet.
Überhaupt ist es gar nicht wahrscheinlich, dass Xenophon seine
Anabasis unter fremdem Namen herausgegeben hat. Wollte er dies
thun, so hätte er sein Werk ganz anders abfassen müssen. Er hätte
nicht in demselben die innersten Stimmungen seiner Seele offenbaren
dürfen, wie er es z. B. im Eingänge des dritten und sechsten Buches
gethan hat; er hätte eine ganz andere Manier der Darstellung, einen
anderen Stil annehmen müssen, wenn er glaublich machen wollte,
dass die Anabasis das Werk eines Anderen sei. So wie die Anabasis
vorliegt, mussten seine Zeitgenossen, wofern sie nicht blöde waren,
Xenophon als den Verfasser erkennen, um so mehr als derselbe
bereits durch seine Sokratischen Schriften, die jedenfalls die ältesten
unter seinen Werken sind, allgemein bekannt geworden war. Was
Fr. v. Raumer in den antiquarischen Briefen (S. 34) gegen diejenigen
bemerkt, welche dem Xenophon die Anabasis absprechen wollten :
„die Art, wie Xenophon besonders im Anfänge des dritten Buches