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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  e  n  k  I

dieses  Werkes  besonders  zu  ehren  und  sich  zu  verbinden.  Die  erstere
Auslegung,  welche  gegenwärtig  fast  allgemein  angenommen  wird,
findet  sich  bei  Plutarchos  de  gloria  Ath.  345,  f  (cap.  i):  Esvoydiv
piv  7äp  avTdg  kavTov  ysyovsv  ioTopla,  7pa-pag  d  ioTpaT^yrios  xai
xaTupSuos,  xai  0sf/.iaroysvYj  ()Jyst)  ns.pl  roCircov  ovvTSTdySai  tov
XupaxoOaiov,  iva  moTÖTspog  fi  dir)yovp.svog  iavTÖv  Jjg  äAAov,  STiput
tyjv  röiv  loyoiv  <5o£av  ^api^dfxsvog,  die  letztere,  ganz  alberne,  bei
Tzetzes  Chil.  VII,  930,  der  zuerst  erzählt,  wie  Pheidias  zwei  von
ihm  gearbeitete  Statuen  seinem  Geliebten  überliess,  um  sie  für  ein
Werk  seiner  Hand  auszugeben,  und  dann  Folgendes  beifügt:
tovto  noiei  xai  asvoyOiv  rp  Kvpov  ’Avaßaosi.
ineypa'ps  xai  ovTog  7äp  tov  ipu[xzvov  ydpiv.
Kvpov  pev  17  ’Aväßaoig  vnapysi,  to  ßiß)Jov
Ssp.iaToysvovg  di  san  tovto  Hvpaxovaiov,
xäv  ')  nräAtv  insxpaTrios  xa’XsXaSui  'EsvoyiovTog.
xai  nAarojv  6  ipildoofog  slg  ovopa  rwv  ytAcov
-  Tovg  dcaXöyovg  syparps  xcd  äAAot  di  pupia  s ).
Wir  haben  also  drei  Ansichten  vor  uns,  die  aber  sammt  und  sonders
nichts  anderes  sind  als  Erklärungsversuche  jener  Stelle  in  der  Hellenika.
  Nach  derselben  hatte  ein  Themistogenes  von  Syrakus  ein
Werk  über  den  Zug  des  Kyros  und  den  Rückzug  der  Griechen  geschrieben, ­
  das  später  nicht  mehr  vorhanden  war.  Nun  legte  man
sich  die  Sache  so  zurecht,  dass  man  entweder  die  Xenophontische
Anabasis  als  ein  Werk  des  Themistogenes  betrachtete  oder  die
Vermuthung  aufstellte,  Xenophon  habe  seine  Anabasis  unter  einem
fremdbn  Namen,  unter  dem  des  Themistogenes  herausgegeben.  Wie
man  sieht,  hat  man  es  hier  nicht  etwa  mit  einer  lebendigen  Tradition, ­
  sondern  bloss  mit  gelehrten  Hypothesen  zu  thun.
Ist  nun  die  Anabasis,  wie  wir  annehmen,  erst  nach  371  verfasst,
so  kann  sehr  wol  das  dritte  Buch  der  Hellenika  und  namentlich  jene
Stelle  im  Eingänge  desselben  früher  geschrieben  sein.  Denn  es  ist
Thatsache,  dass  die  Hellenika  in  einer  langen  Reihe  von  Jahren  und

D  Kühner  vermuthet  xai;  vielleicht  xau?
2 )  Dazu  das  Schoiion:  foonep  xai  Hevoytöv  ini^pa.ipe  rijv  Kvpov  ’Avaßaoiv
SspiOTO'/ive’.  Supaxoufftto,  xav  iirexparooev  6'p.toj  xai  nraAiv  3evo<p<üvtos
xaXstoäai.
            
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