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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Xenophontische  Studien.

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Dass  xai  nach  te  zu  streichen  ist  (es  stammt  von  einem  Abschreiber,
der  Evoösa  als  einen  zweiten  von  'hpuwixog  verschiedenen  Loclmgen
fasste),  dass  ferner  Eöoösa  ein  verderbter  Gentilname  ist,  hat  schon
Zeune  erkannt.  Auch  bemerkte  schon  ßornemann,  dass  der  hier  genannte ­
  Hieronymos  wohl  derselbe  ist  mit  dem  'kpwvup.o?  ’HAscoj,
der  an  mehreren  Stellen  (III,  1,  34,  VI,  4,  10,  VII,  1,  32)  erwähnt
wird,  und  zwar  um  so  mehr,  als  kein  Anderer  dieses  Namens  in  der
Anabasis  vorkommt.  Obwol  es  nun  eine  missliche  Sache  ist  unter
solchen  Verhältnissen  eine  Conjectur  zu  versuchen,  so  will  ich  doch
hier  bemerken,  dass  unter  allen  Gentilnamen  aus  Elis,  so  weit  mir
bekannt  ist,  zwei  den  Zeichen  der  Überlieferung  in  Evodia  am
nächsten  liegen,  nämlich  'Eklt  ahia  (vgl.  Hell.  III,  2,  25)  oder
’Hxsiia  (Hell.  III,  2,  30).  Besonders  hat  das  erstere  mit  Rücksicht
auf  die  Schreibart  in  E  und  den  schlechteren  Codices  ’Evoöiav  und
die  häufige  Verwechslung  von  iv  und  ini  einige  Wahrscheinlichkeit
für  sich.
Eine  Anzahl  kleinerer  Corruptelen  soll  hier  unter  einem  und  etwas
kürzer  behandelt  werden,  nämlich:  I,  5,  11  ist  es  schon  Muret  aufgefallen, ­
  dass  nach  ä/i.ytlU£avTcov  rwv  te  tov  Msvoivog  (STpazuoroiv  xai
rciv  tov  Kksäpyov  gleich  rov  rov  iVkvcovo?  folgt.  Um  diesen  offenbaren
Widerspruch  zu  beheben,  hat  man  angenommen,  dass  der  Streit  ursprünglich ­
  zwischen  zwei  Soldaten  ausgebrochen  sei  und  dann  mehrere ­
  für  ihre  Kameraden  Partei  ergriffen.  Aber  von  alle  dem  steht  ja
nichts  im  Texte  und  hätte  Xenophon  den  Leser  dies  erst  durch  Vermuthung
  heraus  bringen  lassen,  so  wäre  er,  was  er  doch  nie  war,
ein  schlechter,  unklarer  Stilist  gewesen.  Da  nun  auch  Muret’s  Vermuthung,
  es  sei  ivög  nach  Msvwvog  vor  orparitorcäv  ausgefallen,  wenig
befriedigt,  so  schlage  ich  vor  ädixelv  rcva  rovMdvtovog  zu  schreiben.
Dass  rov  und  riv«  öfters  verwechselt  wurden,  ist  bekannt.—IV,  1,  27
lässt  sieh  xai  ovzog,  wenn  man  es  zu  £'<pv  bezieht,  allerdings  halten;
viel  lebhafter  und  passender  ist  aber  xai  avzog,  was  wol  Xenophon
geschrieben  haben  wird  (ein  Beispiel  einer  solchen  Verwechslung
s.  VI,  6,  37).  —  V,  1,  4  ist  xai  vor  tvyyavn  ganz  unhaltbar.  Nun
kann  diese  Partikel  auch  hier,  wie  öfters,  eingeschoben  und  daher  einfach ­
  zu  tilgen  sein;  indessen  ist  es  auch  möglich,  dass  vavapyöw
-di  vöv  Tvyyävei  zu  schreiben  ist.  Dies  hat  schon  Cobet  angedeutet;
nur  entfernt  sich  seine  Emendation  og  vüv  vavapyüv  TvyyavEi  ohne
alle  Noth  viel  zu  weit  von  der  Überlieferung.  —  V,  2,  9  erwartet
            
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