612
Schenk!
Vorhergehenden sehen, wo sie allerdings ganz passend sind; denn
dass eine reiche Quelle süssen Wassers dicht am Meere floss, war
natürlich für diejenigen, die hier nur für eine kurze Zeit landen
wollten, sehr erwünscht.
Es mögen noch drei Stellen folgen, die sich allerdings so, wie
sie überliefert sind, noch erklären lassen, gleichwol aber den Verdacht
einer Interpolation rege machen. Zuerst V, 7, 34, wo ccviarcepsvot
mancherlei Bedenken erregt. Hertlein wollte o£ äviordp-svoi
herstellen und darunter die Redner, welche in der Versammlung auftraten,
verstehen. Dies passt aber nicht zu dem folgenden ir.oi^aavro,
aus dem hervorgeht, dass das Subject von sAsyov die ixxl-oaia des
Heeres ist. Man muss daher annehmen, dass sich nach der Rede
Xenophon’s die ganze Versammlung wie ein Mann erhob, und die
Frevelthaten, die er in seiner Rede geschildert hatte, einstimmig
verdammte. Freilich bleibt noch immer der Verdacht, dass ävivrd-[xevoi
ein Einschiebsel ist, wie gleich im folgenden (V, 8, 2) ävaordg
in den schlechteren Codices. — VI, 1, 23 wird erzählt, dass Xenophon
auf der Reise nach Ephesos, wo er dem Kyros vorgestellt wurde,
einen Adler zu seiner rechten Seite sitzen sah und schreien hörte.
Dies legte der ihn begleitende Seher dahin aus, ori p.djag piv otcnvö?
dri xai ofrx i’oieortxöj xai evdolgog, iniKOvog p.ivroi. So oft ich dies
las, stiess ich an xai ivdo^og an, was mir als überflüssig und nach
dem vorausgehenden ovx idiuirixog sogar unpassend erschien. Möglich
daher, dass diese Worte bloss zur Erklärung von xai ovx idiunxög beigeschrieben
waren. — VI, 6, 1 oi di "E'/lvvsg npoai[uvov [xiv KXiavopov
xod rag rpi'opuq xai rd nloia tbg rjigovra will Hirschig (Phil. V,
292) cbg yt-ovra streichen und überdies Kpoaipsvov in jrspispsvov
ändern. Dass npoaip-ivov richtig ist, beweist die von Sauppe angeführte
Stelle Thuc. VI, 44, 4; auch otg vj£ovra ist nicht unbedingt
zu verwerfen, wiewol der ganze Ausdruck breit und schwerfällig ist.
Vielleicht sind die Worte xai vag rpir,ps.ig xai rd nloXa ein Einschiebsel
aus VI, 4, 19 und läutete die Stelle ursprünglich Kpoaip-ivov
p.iv KAiavopov dig vjfovra, woran wol nichts auszusetzen wäre.
Entweder verderbt oder interpoliert ist die Stelle V, 8, 23, wo
es noch nicht gelungen ist die Worte d. di reo r, ysiptöva intxovpr,aa
r, TroiUptov aTTopuiga befriedigend zu erklären; die Construction
iruxovpdv rivt yj.ip.ö>\iu ist und bleibt unerhört. Reiske hat daher
iTiexovfioa, Cobet r.pog ycipeöva sKE-xovpriva vorgeschlagen; man