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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Xenophontische  Studien.

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Torstrik  richtig  bemerkt,  hier  nicht  verstanden  werden;  denn  sonst
wären  die  nilrai  neben  den  yippa.  und  den  äamdeg  ^Oltvai  der
Ägypter  erwähnt  worden.  Es  muss  also  nfkrai,  wofern  das  Wort
echt  ist,  hier  in  einer  ähnlichen  Bedeutung,  wie  an  der  früheren
Stelle  aufgefasst  werden.  Rauchenstein  (Schweiz.  Mus.  1861,
S.  308)  versteht  unter  nfkrac  Stangen,  Speerschäfte.  Aber  Speerschäfte ­
  würden,  glaube  ich,  neben  den  otVrot,  nicht  neben  den  äpa-£at
  genannt  sein.  Ich  denke  daher  an  Zeltstangen.  Wenn  übrigens
Torstrik  sagt:  „Mögen  es  nun  aber  Schilde  oder  Lanzen  sein  sollen,
es  ist  lächerlich  sie  ipr,p.ovg  zu  nennen“,  so  kann  ich  nicht  begreifen,
warum  denn  j'ozpoi  nicht  bloss  auf  äp.a£at  bezogen  werden  kann.  —
Endlich  ist  in  diesem  Capitel  noch  eine  Interpolation  zu  bemerken,
nämlich  in  §.  18  f/tsav  d'  aOrai  TerpaxÖGiai,  chg  iXeyovTO,  ccp.ccf«i.
  Hier  ist  vor  Allem  die  Wiederholung  des  «pa£«i  auffallend  und
unterliegt  es  keinem  Zweifel,  dass  wir  hier  eine  Glosse  vor  uns
haben.  Sodann  befremdet  die  Stellung  von  Jjg  DJyovro;  man  sollte
wenigstens,  wie  auch  die  schlechten  Handschriften  lesen,  dig  iAi'pvro
rtrpaxoGiai  erwarten.  Eben  diese  Stellung  von  <hg  sXs^ovzo  in  den
besseren  Codices  macht  es  nun,  wie  Rehdantz  bemerkt  hat,  wahrscheinlich, ­
  dass  wir  auch  in  diesem  Satze  ein  Einschiebsel  zu  erkennen ­
  haben.
So  oft  ich  die  Rede  des  Klearchos  II,  3,  23  las,  waren  mir  immer ­
  die  Worte  oOd'  avzdv  anoxrelvou  ccv  £3i\oip.sv  anstössig.  Sie
passen  nicht  zum  ganzen  Charakter  der  Rede  und  entsprechen  durchaus ­
  nicht  der  Aufforderung,  die  Tissaphernes  an  den  Klearchos  gerichtet ­
  hatte  (§.  20):  xai  ovp.ßovle0oi)  Op.lv  psrpt'cog  änoxpivaaSou,
Iva  p.oc  sö.npaxroripov  p,  iav  ri  oüvcopccc  äyaSäv  Op.lv  nap'  a0-toO
  dianpätOaGSai.  Es  wäre  im  Gegentheile  eine  solche  Äusserung
hier  höchst  unklug  und  ungeschickt  gewesen.  Dazu  kommt,  dass  sie
auch  nicht  in  den  Gedankengang  passt.  Wie  kann  Klearchos
sagen:  „.Wir  wollen  dem  Könige  die  Herrschaft  nicht  streitig  machen, ­
  auch  nicht  sein  Land  verwüsten,  wir  wollen  ihm  auch  nicht
an  das  Leben,  sondern  wollen  ruhig  heimkehren“?  Wir  müssen  uns
also  schon  aus  diesen  Gründen  für  die  Unechtheit  der  Stelle  aussprechen. ­
  Nun  finden  wir  aber  den  Gedanken,  der  in  jenen  Worten
liegt,  noch  an  zwei  anderen  Stellen,  nämlich  III,  1,  17,  wo  Xenophon
hervorhebt,  was  die  Griechen,  wenn  sie  sich  ergäben,  vom  Könige  zu
erwarten  hätten,  da  sie  doch  gegen  ihn  zu  Felde  gezogen  wären  thg
            
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