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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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Schenk!

Schriften  geben.  Kühner  sucht  xard  durch  Cyrop.  VII,  1,15  dig  di
napiuiv  xarä’Aßpadärav  iyivero  zu  vertheidigen;  er  hätte  auch  Au.  V,
7,  25  öp[xü)vrag  xa£’  aörovg  anführen  können;  aber  xarä  bezeichnet
in  diesen  Sätzen  und  auch  sonst  'gegen’,  nicht  'zu’.  Doch  abgesehen
davon  spricht  noch  ein  Grund  gegen  die  Worte  xara  rovg  "EAIrivag.
Der  König  wird  nämlich  nicht  bloss  diejenigen,  welche  zu  den  Hellenen
übergegangen  waren  (vgl.  II,  1,  6),  sondern  alle  Überläufer,  mochte
er  sie  nun  im  Lager  des  Kyros  oder  sonst  wo  finden,  an  sich  gezogen
haben.  Es  ist  daher  diese  besondere  Bezeichnung  unnöthig  und
xarä  rovg  "EAAvjvaj  offenbar  eine  ungeschickte  Wiederholung  derselben ­
  Worte,  die  sich  im  folgenden  Paragraphe  finden  (vgl.  die
Anm.  S.  590).  Gleich  verdächtig  ist  in  demselben  Capitel  §.  8  rö  rüv
'EAAyjvwv,  da  man  nicht  begreift,  warum  dieses  Lager  hier  bloss  als
das  der  Hellenen  bezeichnet  wird,  während  es  doch  im  Eingänge  des
Capitels  rö  Kvpuov  orparönsdov  heisst.  Eine  nähere  Bestimmung  von
rö  orparönzdov  ist  nicht  nothwendig,  da-  sich  aus  dem  ganzen  Zusammenhänge ­
  und  aus  dem  noCkiv  piv  ovx  dvaarpitpst  ergibt,  dass
nur  das  Lager  des  Kyros  gemeint  sein  kann.  Die  Hellenen  hatten
auch  kein  besonderes  Lager,  sondern  ein  gemeinschaftliches  mit  dem
Barharenheere  des  Kyros,  in  dessen  Mitte  sich  die  Gezelte  für  Kyros
und  sein  Gefolge  befanden.  Es  wird  also  rö  röiv  'EAAfjvwv  ein  blosser
erklärender  Beisatz  sein.  Weiterhin  §.12  hat  schon  d’  Orville  (in
seiner  Ausgabe  des  Chariton  p.  690)  ini  |6Aou  als  Glosse  zu  ini
nilrrjg  erkannt,  und  es  bestätigt  dies  auch  das  von  Dindorf  in  der
Oxforder  Ausgabe  p.  383  veröffentlichte  Scholion,  wo  die  Worte
ivfjv  xai  ravra  iv  rivt  nalatöi  i'^oj^ev  jjurd  darepiaxov  sich  jedenfalls ­
  auf  £7rt  £üAou  beziehen.  Ausserdem  vergleiche  man  noch  Philo—
stratos  Eix.  II,  31,  wo  rö  arjpLStov  rö  ßaaclscov  ö  y_pvaovg  ini  rrig
nzlrvg  dzrog  erwähnt  wird.  IleArrj  kann  hier  aber  unmöglich  'Schild’,
sondern,  wie  in  der  Parallelstelle  Cyrop.  VII,  1,  4  dzrog  j_pvoovg
ini  doparog  paxpov  dvarsrapivog,  nur  'Stange,  Speer’  bedeuten,
wie  denn  auch  Hesychios  nilrri  durch  sidog  onlov,  döpv  und  Suidas
nilrag  durch  lö'yyug  erklärt.  Wir  haben  also  zwei  verschiedene
Wörter  anzunehmen,  von  denen  das  eine  offenbar  von  der  Wurzel
nal  ausgehend  mit  nalröv,  das  andere  mit  nilla,  nilpa  (palma,
parma)  zusammenhängt.  Dadurch  findet  auch  die  oft  besprochene
Stelle  II,  1,  6  ihre  Erklärung,  wo  Torstrik  nilrat  als  eine  Glosse  zu
yippotg  streichen  wollte  (Phil.  XIX,  315).  Schilde  können  nun,  wie
            
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