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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  e  n  k  1

'Vampiren  oder  'Euamplrai  des  Strabon  erkannt  hat;  denn  dergleichen ­
  werthvolle  Notizen  sucht  man  in  Scholien  vergebens.  Die  folgende ­
  Berechnung  des  Weges  und  der  Zeit  hat  mit  unserer  Stelle
nichts  zu  schaffen  und  ist,  wie  schon  die  Form  o£x.o.k£vts  beweist,
späten  Ursprunges;  vielleicht  hat  der,  welcher  dies  hinzufügte,  auch
am  Katalogos  einiges  geändert;  wenigstens  sind  die  Worte  t5>v  iv
Evpdirrp  Qpqx.ü>v  ganz  unpassend,  da  Thrakien  in  keinem
Falle  zum  Gebiete  des  Königs  gerechnet  werden  konnte.  Kiepert
(a.  a.  0.)  vermuthet,  dass  der  Katalogos  aus  der  Anabasis  des  Sophainetos
  stamme,  was  gar  nicht  unmöglich  ist,  besonders  wenn  man
an  das  schon  erwähnte  i7rr,lSo[j.£v  denkt.  Auch  wäre  es  immerhin
denkbar,  dass  auch  .die  frühere  Stelle  (I,  7,  15)  auf  dieselbe  Quelle
zurückzuführen  ist.
Ohwol  nun  alle  Kritiker,  die  sich  mit  der  Anabasis  beschäftigten, ­
  von  Muret  an  bis  auf  die  neueste  Zeit,  eine  grosse  Anzahl  von
Interpolationen  aller  Art  aus  dem  Texte  .ausgeschieden  haben,  so
sind  doch  noch  immer  derlei  Einschiebsel  zurückgeblieben,  die  sorgsam ­
  aufzuspüren  und  zu  beseitigen  gewiss  eine  verdienstliche  Aufgabe ­
  der  Kritik  ist.  Den  Beweis  hiefür  wird  die  folgende  Erörterung
liefern,  in  welcher  wir  zuerst  in  aller  Kürze  über  einige  platte  und
leicht  erkenntliche  Einschiebsel,  sodann  etwas  ausführlicher  über
eine  Anzahl  interpolierter  Stellen  sprechen  werden,  die  eine  eingehendere ­
  Behandlung  erheischen.
Nichts  war  natürlicher,  als  dass  der  Schriftsteller  in  seiner  Erzählung ­
  das  Subject  oi  "EAiUvs?,  wo  dies  nicht  die  Deutlichkeit  erforderte, ­
  nicht  besonders  ausdrückte,  sondern  einfach  das  Verbum
setzte.  Die  Abschreiber  haben  nun  an  solchen  Stellen  mehrfach  das
Subject  eingefügt,  wodurch  der  Ausdruck  eintönig  und  schwerfällig
wird.  Manches  davon  ist  getilgt  (so  hat  z.  B.  Cobet  IV,  7,  27  und
nach  C.  Matthiä  III,  4,  34  oi  "EAAv?ves  mit  Recht  gestrichen,  vgl.  Rehdantz
  krit.  Anhang  S.  43),  anderes  ist  stehen  geblieben;  so  ist
gleich  IV,  8,  1  oi  "EAAujve?  zu  beseitigen  und  ebenso  IV,  7,  18.  Auch
III,  5,  4  begegnet  uns  zweimal  dasselbe  Einschiebsel,  worüber  wir
noch  im  vierten  Capitel  dieser  Schrift  sprechen  werden.  Ein  ähnliches ­
  Glossem  ist  VII,  1,  15  rovg  oKÜrag,  was  schon  Hirschig
(Mise.  101)  streichen  und  dafür  cojroüg  setzen  wollte;  es  ist  aber
auch  dies  unnöthig.  Nicht  minder  häufig  ist  die  Einschiebung  von
Casus  obliqui  des  Pronomens  uorog,  worüber  Dindorf  (praef.  ed.
            
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