Xenophontische Studien.
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Schon aus dem eben Bemerkten ist zu ersehen, dass man selbst
aus den Rasuren in C, durch welche die Züge der ersten Hand ausgetilgt
worden sind, manchen nicht unwichtigen Schluss auf die ursprüngliche
Überlieferung ziehen kann. Einige andere Beispiele werden
dies noch klarer machen. I, 9, 19 schreibt man gewöhnlich xai
o oder ä insnaro au rtg r,xiara Küpov sxpunrsv; Cpr. gibt aber xai
. . nsna reg, er scheint also dasselbe wie DFO und Vind.
(nur dass dieser äv rtg gibt), gelesen zu haben, nämlich xai rä nsnaaro
au reg. Auf Grundlage dieser Leseart hat Dindorf (zu den
Comm. I, 2, 29) xai ärra nsnthrö rtg vorgeschlagen. Davon ist
nun, wie es scheint, xai ärra gelungen, denn xai rd kann sehr wol
aus yärra hervorgegangen sein ')> dagegen ist nsnütro nicht nothwendig;
nsnaro nämlich statt snsnaro steht nach der bekannten
Manier der Abschreiber, die das syllabische Augment beim Plusquamperfectum
gewöhnlich auszulassen pflegten, wie ja die schlechteren
Handschriften auch hier nsnaro lesen. Das seltsame au bleibt
trotz aller Versuche Kühner’s und Breitenbach’s es zu erklären unhaltbar,
und zwar seiner Stellung wegen, wornach es zu xai ärra.
insnaro und nicht zum Folgenden gezogen werden muss; denn dass
au rtg mit fjxtora sxpunrsv zu verbinden ist, wird man Breitenbach
schwerlich glauben. Jacobs’ äst befriedigt ebenso wenig. Will man
daher nicht mit Dindorf (praef. ed. Teubn. p. XIII) annehmen, dass
jenes au ursprünglich am Rande beigeschrieben war, um auf eine
Leseart nsnauoro statt nsnaaro hinzudeuten, wie sie sich auch im
Codex K findet, so könnte man vermuthen, dass AT (AN) aus AH
entstanden ist, wie denn diese Partikeln öfters mit einander verwechselt
worden sind. So hat V, 7, 22 Rehdantz (hg o-n xai sojpaxorsg
statt (hg äv xai £. und Cobet VII, 6, 16 sni rourtp ör] söidou statt
sni rourtu äv sSidou geschrieben, obwol freilich an diesen beiden
Stellen äv auch aus äpa entstanden sein kann. — I, 10, 5 scheinen
in Cpr. an der Stelle von r? vor ndvrsg zwei Buchstaben gestanden
*) Ein anderes Beispiel der Verwechslung voll i und r linden wir I, 10, 3. Dort
schreiben nämlich Dindorf* Rehdantz, Breitenbach nach CBA aXXa, während man
früher die Leseart der übrigen Codices ra aXXa in den Text aufgenommen hatte.
Und dieses ra aXXa ist durchaus nothwendig wegen des folgenden 7ravra. Dabei
ist klar, wenn man raXXa herstellt (so schreiben immer die Codices der Anabasis)*
wie leicht r nach dem vorhergehenden xat ausfallen konnte.
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