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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Xenophontische  Studien.

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£p.7r£trevrcov  genauer,  so  sieht  man,  dass  rtoWüv  ebenso  überflüssig  als
unpassend  ist;  äSpöuv  gebürt  zu  beiden  durcli  xcä  .  .  .  xtxi  verbundenen ­
  Begriffen;  was  soll  demnach  das  matte  noXXtöv?  Offenbar
wurde  7ioXÄö)v  als  Glosse  über  der  Zeile  geschrieben  und  verdrängte
dann  xai  äveuv;  es  ist  daher  unbedenklich  zu  beseitigen.  Einen  ähnlichen ­
  Fall  (1,6,  9)  haben  wir  schon  oben  (S.  667)  besprochen  und  l  ugen
hier  gleich  einen  dritten  hinzu,  nämlich  I,  7,  4,  wo  die  Vulgata
op,£>v  di  dvöpäiv  ovtojv  xai  sürö/pteov  yevo/jtivcov  lautet,  während  in  C
eiir6A[xcj.iv  von  zweiter  Hand  an  Stelle  eines  anderen  Wortes  gesetzt
ist,  von  welchem,  da  es  ausradiert  wurde,  nur  mehr  die  Zeichen  so
.  .  .  .  cöv  zu  erkennen  sind.  Muss  schon  dies  gegen  die  Vulgata
misstrauisch  machen,  so  wird  dieses  Misstrauen  noch  durch  die
Schwierigkeiten,  welche  die  Erklärung  von  gvtojv  macht,  gesteigert.
Mau  hat  dies  Particip  verschieden  zu  erklären  versucht.  Krüger  und
Breitenbach  meinen,  es  sei  hier  ein  causales  und  hypothetisches  Particip ­
  verbunden;  ich  seihst  dachte  früher  daran,  dass  beide  Participien
  hypothetisch  zu  lassen  seien  und  zwar  övrcov  sich  auf  den
ganzen  Feldzug,  auf  den  Moment  des  Kampfes  beziehe.
Die  erstere  Erklärung  ist  aber  falsch,  weil  aus  dem  Nachsatze  hervorgeht, ­
  dass  Kyros  den  Hellenen  nur  für  den  Fall  Versprechungen
machte,  dass  sie  sich  als  tapfere  Männer  bewiesen,  die  letztere  erscheint ­
  mir  jetzt  als  gekünstelt;  man  verlangt  nämlich  nicht  den

§.  29  stammt,  III,  2,  23  ßrxaiAioig  axovro?,  das  in  C  erst  eine  späte  Hand  am
Rande  beigeschrieben  hat,  vgl.  III,  3,  4,  dann  IV,  8,  9  7rpo<7j3aröv  0£,  ebenfalls  inC
erst  am  Rande  von  junger  Hand,  vgl.  IV,  3,  12,  endlich  VII,  3,  36  ffuv  rot?  5sot?,
wofürHirschig  (Phil.  V,  302)  mit  glänzendem  Scharfsinne  ffuv  rot?  t7r;rot?  hergestellt ­
  hat;  ffuv  rot?  £sot?  ist  nämlich  eineReminiscenz  ans  Cyr.  Vll,  3,  24,  welche
die  echte  Leseart  verdrängt  hat.  Einigermassen  gehört  hieher  auch  III,  5,  13,  welche
Stelle  eine  etwas  längere  Besprechung  erfordert.  Hier  bat  schon  Reiske  erkannt,
dass  vj  irpö?  Ba|3uXcbva  ein  offenbares  Einschiebsel  ist.  Mau  wollte  nun  wenigstens
77pö?  BaßuXthva  halten,  indem  man  rj  beseitigte  oder  in  r^,  auch  in  xat  verwandelte. ­
  Aber  damit  wird  den  Übelständen  nicht  abgeholfen;  denn  st?  roüp.7raXtv
wird  ja  hinreichend  durch  sl?  rä?  äxaüorou?  xtopta?  bestimmt,  zwischen  welche
eng  zusammengehörige  Ausdrücke  jenes  Trpd?  BaPuXtbva  entschieden  unpassend
eintritt;  denn  es  ist  lächerlich,  hei  einem  kurzen  Rückmärsche  die  Richtung  nach
einer  Stadt  zu  bestimmen,  die  mehr  als  vierzig  Tagmärsche  entfernt  gelegen  ist.
Offenbar  wollte  ein  Leser  jenes  voüptTraXtv  erklären  und  fügte  so  nach  der  Andeutung ­
  in  §.  13  on  ra  7rpö?  p.effYjp.ßptav  r"X?  sVi  BaßuXmva  strj  die  Glosse
77pö?  BaßuXtnva  hei.  Jenes  fj  ist  aber  aus  vj-y.  (vjtouv)  entstanden,  wie  denn
vpyouv  häufig  solchen  erklärenden  Glossen  vorgesetzt  wurde.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LX.  Bd.  III.  Hft.

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