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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Xenophontisehe  Studien.

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und  O-Declination,  welche  sich  bekanntlich  dadurch  erklärt,  dass  das
t  früher  nicht  darunter  gesetzt,  sondern  beigeschrieben  wurde.  Ein
Beispiel  davon  haben  wir  in  der  Leseart  [xdxw  II,  1,5  in  Cpr.  M
0  Ven.  M,  während  sonst  gelesen  wird.  Ich  lege  dem  [xäyr,v,
wenn  es  auch  durch  Cpr.  bestätigt  wird,  kein  Gewicht  hei,  sondern
ziehe  unbedenklich  piä^Y)  vor,  da  ich  den  Accusativ  hier  überhaupt
nicht  für  zulässig  und  auch  sonst  ohne  ein  näher  bestimmendes  Attribut ­
  oder  doch  den  Artikel  kaum  für  richtig  halte.  Andere  Beispiele
sind  III,  4,  8  (vsy£tr,v),  V,  8,  24  (tgötgv)  u.  dgl.  m.
Ich  habe  diese  Erörterung,  welche  wol  auch  einige  kleine  Beiträge ­
  für  die  Kritik  geliefert  hat,  vorausgeschickt,  um  gleich  im
voraus  den  Verdacht  zu  beseitigen,  dass  ich  mich  bei  den  folgenden
Bemerkungen  allzu  ängstlich  an  die  Handschriften  anschliessen
werde;  das  Weitere  muss  sich  natürlich  bei  der  Behandlung  der
einzelnen  Lesearten  herausstellen.  So  genau  auch  die  neuesten
Herausgeber,  insbesonders  Rehdantz,  der  freilich  mitunter  hierin  viel
zu  weit  geht,  die  Lesearten  der  besseren  Handschriften  für  die
Kritik  des  Textes  verwerthet  haben,  so  bleiben  doch  noch  eine  Anzahl ­
  von  Stellen  übrig,  wo  die  Lesearten  von  sämmtlichen  Codices
der  ersten  Classe  oder  von  CBA  oder  von  CB  oder  von  C  allein  und
besonders  seiner  ersten  Hand  noch  nicht  in  unsere  Texte  aufgenommen ­
  sind,  obwol  sie  volle  Beachtung  verdienen.  Es  sind  dies  freilich ­
  keine  Lesearten  von  Bedeutung,  durch  welche  der  Text  merklich
umgeändert  würde,  sondern  meistens  Kleinigkeiten,  die  aber  doch
ihre  volle  Berechtigung  haben.
Vor  allem  erwähne  ich  hier  die  Stelle  V,  1,  2,  an  welcher
CBAEN  Aiwv,  die  anderen  ’AvtiXoov  geben.  Warum  hat  man  nun
allgemein  ’AvrtXi&jv  vorgezogen?  Ist  doch  der  Name  Ascov  so  gut
bestätigt  als  ’  Avrt/Utnv.  Es  ist  freilich  nicht  abzusehen,  warum  As'cov
in  den  schlechteren  Codices  in  ’Avr(Aewv  umgeändert  wurde;  aber
andererseits  ist  wieder  nicht  begreiflich,  wie  ’Avn-  in  den  besseren ­
  verloren  gehen  konnte.  Da  nun  die  zweite  Classe  der  Handschriften ­
  gerade  mit  den  Eigennamen  oft  willkürlich  verfährt  (vgl.
VII,  4,  18),  so  scheint  die  Leseart  As'wv  vorzuziehen.  Auch  VII,  5,
4  ist  es  noch  fraglich,  ob  mit  den  schlechteren  Handschriften  4>puviaxog
  oder  mit  den  besseren  «JuXr/fftos,  worauf  wohl  das  in
CBAE  führt,  zu  schreiben  ist.  Allerdings  tritt  um  diese  Zeit  Pliryniskos
  mehr  hervor,  während  man  von  Philesios  seit  VII,  2,  1  nichts
            
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