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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Xenophontische  Studien.

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Handschriften  fast  durchaus  das  unattische  fieaav,  aber  III,  5,  7  und
14,  IV,  6,  23  geben  alle  oder  doch  die  besten  rjaxv,  wornach  Rehdantz
  und  Cobet  fioav  hergestellt  haben;  das  Imperfectum  von  süyo[>.ca
  lautet  regelmässig  Eufa/xrjv,  doch  VII,  7,  27  ist  in  CBA
erhalten;  das  echte  <7üg  ist  sonst  immer  in  atZog  geändert  worden,
nur  III,  1,  32  haben  es  D  und  Yind.  gerettet  u.  dgl.  m.  Man  wird
daher  die  Grundsätze,  welche  Dindorf  und  Cobet  in  dieser  Hinsicht
befolgt  haben,  im  Ganzen  nur  billigen  können,  wie  ich  denn  dieselben
meistens  auch  in  meiner  Ausgabe  angenommen  habe.
Weiterhin  kann  man  Handschriften  überhaupt  und  zumal  denen
der  Anabasis  in  solchen  Fällen,  wo  die  Abschreiber  gewisse  Laute,
Sylben  oder  Wörter  zu  verwechseln  pflegten,  nicht  leichthin  trauen.
Nichts  ist  z.  ß.  häufiger  als  die  Verwechslung  von  ei  und  ot  in  Verbalendungen, ­
  wodurch  es  oft  zweifelhaft  wird,  ob  man  eine  Indicativoder
  Optativform  herzustellen  hat  *).  Es  wird  daher  gerathen  sein
den  Indicativ  in  abhängigen  Sätzen  nach  historischen  Tempora  nur
da  zuzulassen,  wo  ein  gewisses  rhetorisches  Moment  für  ihn  entscheidet, ­
  z.  B.  I,  4,  7  ((Jtwxn),  I,  8,  21  (Koirt'jti),  II,  5,  2
Dagegen  scheint  der  Optativ  aufzunehmen  I,  3,  20  (cczoöoi)  und  21
(ccyci),  I,  8,  13  (juiAot),  IV,  5,  10  (ä?r£^oi);  VII,  1,  39  schwanken
die  Handschriften  zwischen  und  piAAoi;  J.  Vossius  hat  richtig
erkannt,  dass  die  zweite  Person  nothwendig  ist,  und  piA/sig  geschrieben; ­
  warum  ixiAAot?  hier  nothwendig  ist,  wie  Krüger  und  Dindorf ­
  meinen,  ist  nicht  abzusehen.  Eine  weitere  Folge  des  Itacismus
ist  das  Schwanken  zwischen  ei  und  i,  wie  in  Mvjdda?  neben  Mrjota?,
wornach  man  die  medische  Mauer  gar  zu  einer  Mauer  der  Medeia
machen  wollte,  was  Xenophon  doch  anders  angedeutet  haben  würde
(vgl.  III,  4,  11).  Wie  wenig  darauf  zu  geben  ist,  zeigt  der  Vind.,
der  I,  7,  lo  Mndiag  bietet,  was  die  zweite  Hand  in  Mrjdstaff  verwandelt ­
  hat,  während  er  umgekehrt  II,  4,  12  Mvjdta?  mit  einer
Rasur  bietet,  auf  welcher  ursprünglich  ei  geschrieben  war.  Ebenso
erklärt  sich  durch  den  Itacismus  die  häufige  Verwechslung  von
rjjj.sig  und  üp£:£  oder  ähnlicher  Formen,  wofür  Beispiele  anzuführen
ganz  unnüthig  wäre.  Fehler  dieser  Art  in  der  Anabasis  haben  die

*)  Andere  Beispiele  für  diese  Verwechslungen  als  die  später  angeführten  sind  noch
I,  9,  19  äpx et >  *.  9 >  20  ry 7X“ v61 ’  ‘UL 3  As7Et,  II,  I,  14  3üei,  II,S,  16  ßovlevus
III,  1,  26  X£7=1,  III.  2,  37  V-P/21TO,  II,  2,  4  e’/ot.
            
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