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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  e  n  k  1

Das  Resultat  dieser  Untersuchung  ist,  dass  auch  die  Schriftsteller ­
  des  zweiten  Jahrhundertes  n.  Chr.  im  grossen  Ganzen  über
keine  bessere  Handschriften  verfügten,  als  uns  vorliegen.  Schon  damals ­
  gab  es  die  zwei  Reeensionen,  die  wir  in  den  beiden  Classen
der  Codices  besitzen,  und  war  der  Text  der  zweiten  schlechten  Recension
  der  am  meisten  gangbare,  während  die  bessere  Recension
durch  eine  bei  weitem  kleinere  Zahl  von  Exemplaren  vertreten  und
viel  weniger  bekannt  war.  Auch  wurden  im  Laufe  der  Zeit  manche
Codices  der  ersten  Classe  nach  der  anderen  überarbeitet  und  so  entstanden ­
  die  Texte,  welche  uns  in  dem  Oxoniensis  D,  dem  Vindobonensis
und  den  Excerpten  bei  Suidas  vorliegen.  Für  die  Geschichte  des
Textes  ist  daher,  wie  ich  glaube,  diese  Erörterung  nicht  ohne  Wichtigkeit. ­

Wir  gehen  nun  zu  der  eigentlichen  Aufgabe,  die  wir  uns  für
diesen  Aufsatz  gestellt  haben,  nämlich  e.ine  Reihe  von  Beiträgen  zur

haben  kann,  was  daher  auch  schon  Lion  u.  C.  Matthiä  als  eine  zu  G7:o\ci.deg  gehörige ­
  Glosse  verworfen  haben.  Und  dies  lässt  sich  auch  sonst  erweisen.  Unter
OTroXac  versteht  man  ein  ledernes  Koller,  das  man  öfters  statt  des  schweren  Erzpanzers ­
  anlegte,  wie  man  ja  auch  in  der  heroischen  Zeit  den  statt  des
trug  (vgl.  Rüstow  und  Köchly,  Gesch.  des  griech.  Kriegsw.  S.  13).  So
hatte  der  Lakone  Kleonymos,  der  im  Kampfe  gegen  die  Karduchen  fiel,  nur  ein
Koller  (IV,  1,  18  ro£zv$eig  dtcc  r9}g  y.'JKidog  xal  rvjg  GKoXcLdog  zig  vag  nXzvpcxg).
Nun  sollte  die  Reiterei,  welche  man  damals  aufstellte,  eine  leichte,  bewegliche
sein;  denn  nur  mit  einer  solchen  vermochte  man  die  Reiterei  der  Perser  zu  bekämpfen. ­
  Man  gab  ihnen  daher  statt  der  Reiterpanzer,  welche  noch  grösser  und
schwerer  waren,  als  die  Panzer  des  Fussvolkes  (vgl.  An.  III,  4,  48,  ~zpi  iXKMYjg
12,  3  u.  4),  bloss  lederne  Koller.  Hätte  man  sie  mit  Koller  und  Panzer  ausgerüstet,
so  würden  sie  offenbar  nicht  ihrem  Zwecke  entsprochen  haben.  Somit  ergibt  sich
auch  aus  dieser  Erörterung  die  Unechtheit  der  Worte  xal  S&pctxeg.
Uber  die  Handschrift,  aus  welcher  die  Glossen  gezogen  sind,  die  uns  im
Lexikon  des  Hesychios  vorliegen,  lässt  sich  nichts  Sicheres  feststellen,  da  die  einzelnen ­
  Wörter  viel  zu  wenig  Anhaltspunkte  darbieten.  Dass  in  ihr  die  Einthcilung
in  Bücher  durchgeführt  war,  zeigen  die  Citate  s.  v.  focviXLtjTYjg  und  <7i*yXov,  dann
die  Glosse  ävodog,  welche  wahrscheinlich  auf  II,  1,  1  zurückgeht.  In  den  Glossen
o , i*ya£ovros  (VI,  1,  32)  und  avo'xaiov  (V,  4,  29)  stimmt  das  Lexikon  mit  den
schlechteren  Handschriften  überein;  auch  in  der  Glosse  v;jJL^i*yv6ouv  ist  dies  der
Fall,  da  CA  vjp.^vj*yvoouv  lesen.  Beachtenswerth  ist  noch  die  Glosse  crriXXa  *  £6)<7p.a,
wo  Lobeck  Rhem.  p.  255  ore'XXa  als  richtig  annimmt,  während  M.  Schmidt  (JVzXkct
für  corrupt  erklärt.  Derselbe  bezieht  die  Glosse  auf  III,  3,  20,  wo  A  ovzXkafteg
überliefert;  darnach  wäre  also  bei  Hesychios  orsXXas  zu  schreiben.
            
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