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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Zur  Geschichte  der  alten  Metalle.

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Pien-ho,  ein  Mensch  von  Tsu,  fand  einen  ungeschliffenen  Edelstein ­
  in  dem  Gebirge  von  Tsu.  Er  reichte  ihn  als  ein  Geschenk  dem
Könige  Li.  Dieser  hiess  einen  Edelsteinschleifer  ihn  besichtigen
Der  Edelsteinschleifer  sprach:  Es  ist  ein  gemeiner  Stein.  —  Der
König  hielt  Ho  für  einen  Uebermüthigen  und  liess  ihm  den  rechten
Fuss  abhauen.  Als  König  Wu  zur  Nachfolge  gelangte,  reichte  ihn
Ho  wieder  als  ein  Geschenk.  Man  besichtigte  ihn  nochmals,  und  es
hiess:  Es  ist  ein  gemeiner  Stein.  Der  König  liess  Ho  den  linken  Fuss
abhauen.  Als  König  Wen  zur  Nachfolge  gelangte,  umfasste  Ho  seinen
ungeschliffenen  Edelstein  und  klagte  in  dem  Gebirge.  Durch  volle
drei  Tage  und  drei  Nächte  weinte  er  ohne  Unterbrechung  Blut.  Der
König  liess  durch  den  Edelsteinschleifer  den  Stein  schleifen  und
erlangte  einen  kostbaren  Edelstein.  Derselbe  heisst:  die  Rundtafel
des  Geschlechtes  Ho  <).

Tscheu  besass  ein  Bret  aus  Edelstein.  Tsch’heu  hiess  Kiao-li  es
begehren.  König  Wen  gab  es  nicht  her.  Fei-tschung  kam  und  begehrte ­
  es.  Der  König  gab  es  jetzt  her.  Es  war  der  Fall,  dass  Kiao-li
weise,  jedoch  Fei-tschung  gesetzlos  war.  Dem  Hause  Tscheu  war  es
zuwider,  dass  weise  Männer  ihre  Absicht  erreichen.  Deswegen  gab  es
Fei-tschung  das  Bret.  Dass  König  Wen  den  grossen  Fürsten  an  den
Ufern  des  Wei  erhöhte,  ist  desswegen,  weil  er  ihn  hoch  schätzte.
Dass  es  aber  an  Tschung  das  Bret  aus  Edelstein  verabfolgte,  ist  deswegen, ­
  weil  er  es  sparte.  Aus  diesem  Grunde  sagt  man:  Werseinen
Lehrmeister  nicht  hochschätzt,  sein  Eigenthum  nicht  spart,  kennt  unmöglich ­
  die  grossen  Verirrungen 3 ).

Der  Fürst  von  Tang-khi  besuchte  den  Lehensfürsten  Tschao
und  sprach:  Man  besitzt  jetzt  einen  Krug  aus  weissem  Edelstein,
aber  er  ist  nicht  bei  der  Hand.  Man  besitzt  einen  irdenen  Krug,  und
er  ist  bei  der  Hand.  Wenn  du,  o  Gebieter,  durstig  bist,  aus  welchem
wirst  du  trinken?
Jener  sprach:  Aus  dem  irdenen  Kruge.

1 )  Das  Buch  Han-tse.
2 )  Das  Buch  H a »“tse.
            
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