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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  e  n  k  1

bar  ist,  mit  Recht  gestrichen.  Im  Vind.  ist  nun  ex  erst  von  zweiter
Hand  über  der  Zeile  beigefügt,  wodurch  sich  rSiv  iroZepu'wv  als  eine
blosse  Glosse  zu  dem  vorausgehenden  aOroptoAijtXÄvrsf  erweist.  —
I,  8,  14  überliefert  Vind.  mit  M  und  den  Handschriften  von  San  Marco
(Mmn)  ynlioug  statt  tpilovg,  was  Boniemann  und  Cohet  mit  Recht
aufgenommen  haben.  Eben  so  richtig  bietet  er  filiovg  V,  4,  32,
was  sich  auch  schon  in  der  Aldina  und  hei  Stephanus  findet.  Die
Verwechselung  beider  Wörter  ist  ungemein  häufig;  vgl.  die  Varianten
zu  V,  5,  19;  7,  12;  Cyrop.  V,  3,  19  u.  23.  —  II,  4,  13  habe  ich  in
meiner  Ausgabe  rtora^iv  und  ebenso  §.  17  norccu.^0,  §.  28  noraptöv
  eingeklammert.  Dass  ich  mit  Recht  diese  ekelhaften  Wiederholungen ­
  beseitigt  habe,  dafür  spricht  die  Überlieferung,  aus  welcher
erhellt,  dass  die  Abschreiber  jenen  Beisatz  nach  Belieben  beifügten.
So  hat  der  Vind.  II,  4,  14  töv  Tiypvra  noxap.bv,  während  Trcraptdv
in  allen  anderen  Handschriften  fehlt;  dagegen  lässt  er  §.  17  norap.'jü
aus,  was  die  übrigen  bieten;  §.  22  steht  nach  röv  Tiy  pr,ra  in  den
schlechteren  Codices  Korccfxbv,  in  den  besseren  fehlt  es.  Man  möge
daher  aufhören  solche  Wiederholungen  als  Eigenthümlichkeiten  des
Xenophonteischen  Stiles  zu  bezeichnen  und  erkennen,  wie  sehr  der
Text  durch  solche  Einschiebsel  entstellt  ist.  —  III,  2,  3  steht  im
Texte  des  Vind.  rsAs-Sfstv,  was  sich  sonst  nur  am  Rande  des  Oxon.
D  erhalten  hat;  in  allen  anderen  Handschriften  ist  für  das  den
Schreibern  unverständliche  Te\eSeiv  das  sinnlose  sA^-.iv  re  gesetzt
worden;  ebenso  VI,  6,  36,  wo  CB  ov  releSst,  dagegen  A  oCx  ireieSr,,
die  übrigen  mit  kecker  Interpolation  ovx  eSefoi  yeveaSca  überliefern. ­
  Wenn  Cobet  (Nov.  lect.  440)  gegen  rsÄi^etv,  das  er  seltsamer ­
  Weise  eine  Conjectur  Dindorf's  nennt,  eifert,  so  hat  er  nicht
bedacht,  dass  der  Sprechende  der  Lakone  Cheirisophos  ist  und  Xenophon,
  wenn  er  die  Reden  von  Spartanern  anführt,  in  dieselben
einige  charakteristische  Dorismen  einzuflechten  liebt  ‘).  Übrigens

*)  So  bleibt  es  geradezu  unbegreiflich,  wie  die  meisten  Herausgeber  VI,  6,  23  statt
vopog  das  unsäglich  matte  voiovvog  aufnehmen  konnten.  Die  Abschreiber,  welche
sich  das  Wort  nicht  erklären  konnten,  änderten  es  willkürlich;  darum  steht  in  C  m.
sec.  B  Q  Ven.  M  voiovvog t  in  E  avvog,  in  A  ist  das  Wort  ganz  weggelassen.  Dass
C  m.  pr.  ursprünglich  vopog  hatte,  zeigt  die  lacuna  qvattuor  ad  suinmum  litterarum,
auf  welcher  roioOros  steht;  im  Originale  des  Ven.  M.  war  vopog  entweder  über
voiovvog  oder  am  Hände  beigeschrieben,  da  er  iin  Vorhergehenden  vopog  statt
p.ipo<;  hat.  Übrigens  heisst  vopog  wohl  nicht,  wie  Rehdantz  meint,  eiu  ‘Schreier’,
            
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