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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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und  zwar  selbst  an  solchen  Stellen,  wo  D  andere  Lesearten  bietet-So
  Lässt  er  z.  B.  II,  I,  8  mit  Cpr.  rag  vor  ßandiug  weg,  II,  5,  22
gibt  C.  Sri  auf  einer  Rasur,  im  Vind.  steht  dsl  und  darüber  orj;  IV,  4,
14  bat  er  mit  den  besseren  Codices  Otto  dranSaliag  im  Texte,  während
D  es  mit  dem  Zeichen  yp.  am  Rande  hat,  IV,  (I,  lä  bietet  er  mit  CBA
rd.yj.nra.,  V,  G,  12  lässt  er  mit  den  besseren  d  vor  ■jjpvjvrsu  fort  und
gibt  VII,  8,  2  mit  ihnen  ohaSai  u.  dgl.;  daraus  ergibt  sich,  dass  der
Vind.  im  Ganzen  den  Vorzug  vorD  verdient.  Gemeinsam  mit.D  sind  ihm
die  Abirrungen  von  einem  Worte  auf  ein  gleich  oder  ähnlich  lautendes
im  Folgenden,  wodurch  bisweilen  mehrere  Zeilen  ausgefallen  sind;
nur  sind  solche  Auslassungen  im  Vind.  noeh  häufiger.  Am  Rande  und
auch  zwischen  den  Zeilen  sind  zahlreiche  Scholien  heigefügf,  welche
vielfach  mit  den  von  Dindorf  in  der  Oxforder  Ausgabe  veröffentlichten ­
  übereinstimmen.  Darunter  ist  selten  etwas  von  Interesse,  z.  B.
I,  7,  3,  wo  Vind.  mit  Cpr.  D  u.  a.  -hg  vp.äg  eyco  jGdaipiovfC«  gibt,
am  Rande  aber  die  Glosse  vxep  vg  hat,  IV,  2,  4,  wo  die  besseren
Codices  nach  TroXspuot  die  Worte  <poßn\j\j.ivci  örjAov  oti  geben,  wäh
rend  der  Vind.  dieselben  auslässt  und  am  Rande  yo/3oüp.svot  A  geschrieben ­
  hat,  wornach  sich  diese  Worte  als  Scholion  erweisen
u.  dgl.  m.  Diese  Scholien  beginnen  übrigens  mit  Ende  des  sechsten
Capitels  im  ersten  Buche  und  werden  erst  vom  neunten  Capitel  an
zahlreicher.  Früher  finden  sich  am  Rande  nur  einzelne  Courecturen
und  Varianten  verzeichnet,  darunter,  was  ich  erst  später  bemerkte
und  daher  in  meiner  Ausgabe  nicht  erwähnt  habe,  I,  7,  4  zu  edrö/tpoov
die  Variante  eu  tüv  sp.üv,  wodurch  Dindorf's  Vermuthung,  dass  dies
in  C  von  erster  Hand  geschrieben  war,  vollkommen  bestätigt  wird.
Die  übrigen  Randbemerkungen  sind  werthlos.
Ich  würde  mich  um  die  Leser  dieses  Aufsatzes  schlecht  verdient
machen,  wollte  ich  hier  alle  Lesearten  dieser  Handschrift  mittheilen; ­
  hiesse  dies  doch  nichts  anderes  als  einen  Haufen  Spreu
aulschütten.  Auch  sind  die  wichtigsten  Varianten  in  meiner  eben  bei
Weidmann  erschienenen  Ausgabe  der  Anabasis  angeführt,  so  dass
man  sich  darnach  leicht  eine  Ansicht  von  dem  Werthe  des  Vind.
bilden  kann.  Ich  beschränke  mich  daher  hier  blos  darauf  diejenigen
Lesearten,  welche  dem  Codex  eigen  und  für  die  Texteskritik  von
Interesse  sind,  hervorzuheben,  da  die  Handschrift  bei  ihrer  eigenthümlichen
  Beschaffenheit  recht  wol  an  einer  oder  der  anderen
Stelle  das  Richtige  erhalten  haben  kann.  Vor  allem  ist  hier  zu  be-
            
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