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Schenk!
andere Anabasis, die ebenfalls ein Theilnehmer am Zuge, der Stratege
Sophainetos, und wahrscheinlich früher verfasst hatte, niemals
eine Bedeutung erlangte und späterhin fast verschollen war.
Es kann nicht Wunder nehmen, dass ein so viel gelesenes
Buch, das immer und immer wieder ahgeschrieben wurde, schon
frühzeitig mannigfache Verderbnisse erfuhr. Wir werden hierüber,
wenn wir von den Citaten aus dieser Schrift bei den Rhetoren, Athenaios,
Stobaios u. A. handeln, ausführlich sprechen. Auch erklärt es
sich so, warum uns die Anabasis nur in verhältnissmässig jungen
Exemplaren erhalten ist, deren, wie es scheint, ältestes, Marcianus M
dem zwölften (?), das, wie es scheint, nächslälteste, Parisinus C,
dem Anfänge des vierzehnten Jahrhundertes angehört; ich habe
zweimal den Ausdruck 'wie es scheint’ gebraucht, w'eil H. Amati
über das Alter des Vaticanus A (987) nichts berichtet hat. Die
Handschriften zerfallen bekanntlich in zwei Classen, von denen die
erstere einen bei weitem reineren und. viel weniger durch Interpolation
entstellten Text bietet, während die letztere nicht bloss an
häutigen Einschiebseln und Verderbnissen leidet, sondern auch zahlreiche
Spuren willkürlicher Überarbeitung zeigt. Indessen hat sie
doch an mehreren Stellen das Richtige erhalten. Zu der ersten
Classe gehören nun Par. C, die beste Handschrift, der aus diesem
oder einem ihm gleichen Codex abgeschriebene Par. B, dann Vaticanus
A, ferner Oxoniensis D (aber nur mit dem ersten Buche, da
die übrigen Bücher einen Text der zweiten Classe bieten), Etonensis
E, der schon den Übergang zu den schlechteren Codices bildet, endlich
die Handschriften, aus denen Lesearten in der Ausgabe des Stephanus
und den Annotationes des Brodaeus mitgetheilt oder am Rande
zweier Juntinen, einer Stephaniana und Aldina von deren Besitzern
beigesehrieben sind (NQMORX Pith.) ')• Alle anderen sind in die
zweite Classe zu setzen. Hierüber weitläufiger zu sprechen, wäre
0 Über diese Randnotcn zu urtheiieu ist desshalb schwierig - , weil sie zum Theile nicht
die Colhtion einer Handschrift, sondern ein Sammelsurium von Lesparten verschiedener
Codices sind, wie M und 0, d. i. die Lesearten, welche Villoison am Rande
einer Juntina und Gail am Rande einer Ausgabe des H. Stephanus von 1»81 beigeschrieben
fanden. Diese stimmen am meisten mit einander und B (auch mit
Ven. M.) überein; doch finden sich selbst an solchen Stellen, wo sie zusammenstimmen,
hin und wieder kleine Abweichungen, z. B. I, 2, 9. Die Varianten, welche
H. Stephanus am Rande seiner Ausgaben mitgetheilt hat (N), enthalten offenbar