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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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andere  Anabasis,  die  ebenfalls  ein  Theilnehmer  am  Zuge,  der  Stratege ­
  Sophainetos,  und  wahrscheinlich  früher  verfasst  hatte,  niemals
eine  Bedeutung  erlangte  und  späterhin  fast  verschollen  war.
Es  kann  nicht  Wunder  nehmen,  dass  ein  so  viel  gelesenes
Buch,  das  immer  und  immer  wieder  ahgeschrieben  wurde,  schon
frühzeitig  mannigfache  Verderbnisse  erfuhr.  Wir  werden  hierüber,
wenn  wir  von  den  Citaten  aus  dieser  Schrift  bei  den  Rhetoren,  Athenaios,
  Stobaios  u.  A.  handeln,  ausführlich  sprechen.  Auch  erklärt  es
sich  so,  warum  uns  die  Anabasis  nur  in  verhältnissmässig  jungen
Exemplaren  erhalten  ist,  deren,  wie  es  scheint,  ältestes,  Marcianus  M
dem  zwölften  (?),  das,  wie  es  scheint,  nächslälteste,  Parisinus  C,
dem  Anfänge  des  vierzehnten  Jahrhundertes  angehört;  ich  habe
zweimal  den  Ausdruck  'wie  es  scheint’  gebraucht,  w'eil  H.  Amati
über  das  Alter  des  Vaticanus  A  (987)  nichts  berichtet  hat.  Die
Handschriften  zerfallen  bekanntlich  in  zwei  Classen,  von  denen  die
erstere  einen  bei  weitem  reineren  und.  viel  weniger  durch  Interpolation ­
  entstellten  Text  bietet,  während  die  letztere  nicht  bloss  an
häutigen  Einschiebseln  und  Verderbnissen  leidet,  sondern  auch  zahlreiche ­
  Spuren  willkürlicher  Überarbeitung  zeigt.  Indessen  hat  sie
doch  an  mehreren  Stellen  das  Richtige  erhalten.  Zu  der  ersten
Classe  gehören  nun  Par.  C,  die  beste  Handschrift,  der  aus  diesem
oder  einem  ihm  gleichen  Codex  abgeschriebene  Par.  B,  dann  Vaticanus ­
  A,  ferner  Oxoniensis  D  (aber  nur  mit  dem  ersten  Buche,  da
die  übrigen  Bücher  einen  Text  der  zweiten  Classe  bieten),  Etonensis
E,  der  schon  den  Übergang  zu  den  schlechteren  Codices  bildet,  endlich ­
  die  Handschriften,  aus  denen  Lesearten  in  der  Ausgabe  des  Stephanus ­
  und  den  Annotationes  des  Brodaeus  mitgetheilt  oder  am  Rande
zweier  Juntinen,  einer  Stephaniana  und  Aldina  von  deren  Besitzern
beigesehrieben  sind  (NQMORX  Pith.)  ')•  Alle  anderen  sind  in  die
zweite  Classe  zu  setzen.  Hierüber  weitläufiger  zu  sprechen,  wäre

0  Über  diese  Randnotcn  zu  urtheiieu  ist  desshalb  schwierig - ,  weil  sie  zum  Theile  nicht
die  Colhtion  einer  Handschrift,  sondern  ein  Sammelsurium  von  Lesparten  verschiedener ­
  Codices  sind,  wie  M  und  0,  d.  i.  die  Lesearten,  welche  Villoison  am  Rande
einer  Juntina  und  Gail  am  Rande  einer  Ausgabe  des  H.  Stephanus  von  1»81  beigeschrieben ­
  fanden.  Diese  stimmen  am  meisten  mit  einander  und  B  (auch  mit
Ven.  M.)  überein;  doch  finden  sich  selbst  an  solchen  Stellen,  wo  sie  zusammenstimmen,
  hin  und  wieder  kleine  Abweichungen,  z.  B.  I,  2,  9.  Die  Varianten,  welche
H.  Stephanus  am  Rande  seiner  Ausgaben  mitgetheilt  hat  (N),  enthalten  offenbar
            
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