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der Weissenwolf’schen Erbschaft, falls sich das Denkmal noch
finden sollte, es der Akademie zur Verfügung zu stellen.
Nachdem ich mich noch mit Herrn Custos Ehrlich am Museum
Francisco-Carolinum und dem hw. Herrn Probst J. Stülz in St. Florian
über den weiteren Reiseplan besprochen und mir Winke erbeten
hatte über etwaige besonders zu berücksichtigende Fundorte, begab
ich mich über Aschach, wo wohl Marktfreiheiten aber kein
Pantaiding vorhanden sind, nach Ne uh aus, dessen jetziger Besitzer,
Herr von Blank, mir die ihm von der früheren Herrschaft zurückgelassenen
Archivreste bereitwillig zeigte. Bei der vollständigen Unordnung
jedoch, in der dieselben sich befanden, war an ein Suchen
nicht zu denken, und ich musste mich vorläufig mit dem freundlichen
Versprechen des Herrn Besitzers begnügen, wenn sich hei
der Ordnung dieser freilich für den vorliegenden Zweck wenig versprechenden
Archivreste, die er für diesen Winter in Aussicht genommen,
doch noch etwas finden sollte, es einzusenden. In Lempach
blieb meine Durchforschung des Gemeindearchivs erfolglos, wiewohl
ich in dem Orte noch eine freilich stark verblasste Erinnerung an die
alten Ehal'te fand. Herrlchzenthaler, jetziger Besitzer von Ranari dl,
das ich durch die Erfahrung in Neuhaus gegen Herrschaftsbesitzungen
die in letzter Zeit in neue Hände gekommen, misstrauisch gemacht,
hei Seite gelassen hatte, theilte mir, da ich ihn zufällig in der dortigen
Bezirkshauptmannschaft traf, meine Vermuthung bestätigend mit,
dass man ihm nichts als Rechnungen und auf die wirthschaftlichen
Angelegenheiten des Herrschaftssitzes bezügliches zurückgelassen.
Nicht glücklicher war ich auf Altenhof, dessen Besitzer, Graf v.
Salburg, mich an seinen Caplan wies, der mir aber erklärte, der
Zustand des herrschaftlichen Archivs sei der Art, dass an eine Durchsuchung
nicht zu denken sei. Erst in Hofkirchen gelang es mir
wieder durch die Gefälligkeit des dortigen Bürgermeisters Herrn Job.
Rauscher ein Weisthum von I486 in zwei Abschriften von 1621 und
1743 zu entdecken. Ebenso fand ich in Putzleinstorf ein Ehehaft
von 1626, dessen Einsendung dem Versprechen des Herrn Bürgermeisters
Stephan Hinterberger gemäss bereits erfolgt ist. In Sarleinsbach
theilte mir, nachdem ich das Marktarchiv umsonst durchsucht
hatte, der hw. Herr Dechant Anton Stiessberger zuvorkommend
ein Ehaft von 1SSS mit, das er in seiner Verwahrung hat. Auf Schloss
Sp rinz e n st ei n, wo ich mir Ausbeute versprochen, blieb meine