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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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der  Weissenwolf’schen  Erbschaft,  falls  sich  das  Denkmal  noch
finden  sollte,  es  der  Akademie  zur  Verfügung  zu  stellen.
Nachdem  ich  mich  noch  mit  Herrn  Custos  Ehrlich  am  Museum
Francisco-Carolinum  und  dem  hw.  Herrn  Probst  J.  Stülz  in  St.  Florian
über  den  weiteren  Reiseplan  besprochen  und  mir  Winke  erbeten
hatte  über  etwaige  besonders  zu  berücksichtigende  Fundorte,  begab
ich  mich  über  Aschach,  wo  wohl  Marktfreiheiten  aber  kein
Pantaiding  vorhanden  sind,  nach  Ne  uh  aus,  dessen  jetziger  Besitzer,
Herr  von  Blank,  mir  die  ihm  von  der  früheren  Herrschaft  zurückgelassenen ­
  Archivreste  bereitwillig  zeigte.  Bei  der  vollständigen  Unordnung ­
  jedoch,  in  der  dieselben  sich  befanden,  war  an  ein  Suchen
nicht  zu  denken,  und  ich  musste  mich  vorläufig  mit  dem  freundlichen ­
  Versprechen  des  Herrn  Besitzers  begnügen,  wenn  sich  hei
der  Ordnung  dieser  freilich  für  den  vorliegenden  Zweck  wenig  versprechenden ­
  Archivreste,  die  er  für  diesen  Winter  in  Aussicht  genommen, ­
  doch  noch  etwas  finden  sollte,  es  einzusenden.  In  Lempach
blieb  meine  Durchforschung  des  Gemeindearchivs  erfolglos,  wiewohl
ich  in  dem  Orte  noch  eine  freilich  stark  verblasste  Erinnerung  an  die
alten  Ehal'te  fand.  Herrlchzenthaler,  jetziger  Besitzer  von  Ranari  dl,
das  ich  durch  die  Erfahrung  in  Neuhaus  gegen  Herrschaftsbesitzungen
die  in  letzter  Zeit  in  neue  Hände  gekommen,  misstrauisch  gemacht,
hei  Seite  gelassen  hatte,  theilte  mir,  da  ich  ihn  zufällig  in  der  dortigen ­
  Bezirkshauptmannschaft  traf,  meine  Vermuthung  bestätigend  mit,
dass  man  ihm  nichts  als  Rechnungen  und  auf  die  wirthschaftlichen
Angelegenheiten  des  Herrschaftssitzes  bezügliches  zurückgelassen.
Nicht  glücklicher  war  ich  auf  Altenhof,  dessen  Besitzer,  Graf  v.
Salburg,  mich  an  seinen  Caplan  wies,  der  mir  aber  erklärte,  der
Zustand  des  herrschaftlichen  Archivs  sei  der  Art,  dass  an  eine  Durchsuchung ­
  nicht  zu  denken  sei.  Erst  in  Hofkirchen  gelang  es  mir
wieder  durch  die  Gefälligkeit  des  dortigen  Bürgermeisters  Herrn  Job.
Rauscher  ein  Weisthum  von  I486  in  zwei  Abschriften  von  1621  und
1743  zu  entdecken.  Ebenso  fand  ich  in  Putzleinstorf  ein  Ehehaft
von  1626,  dessen  Einsendung  dem  Versprechen  des  Herrn  Bürgermeisters ­
  Stephan  Hinterberger  gemäss  bereits  erfolgt  ist.  In  Sarleinsbach
  theilte  mir,  nachdem  ich  das  Marktarchiv  umsonst  durchsucht ­
  hatte,  der  hw.  Herr  Dechant  Anton  Stiessberger  zuvorkommend
ein  Ehaft  von  1SSS  mit,  das  er  in  seiner  Verwahrung  hat.  Auf  Schloss
Sp  rinz  e  n  st  ei  n,  wo  ich  mir  Ausbeute  versprochen,  blieb  meine
            
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