Beiträge zur Kenntniss der Pali-Sprache.
341
Auslaut.
Im Auslaute werden im Präkrit nur einfache oder nasalirte
Vocale geduldet und vor den Nasalen die Längen verkürzt. — Die
momentanen Laute fallen ab (Vararuci IV, 6), s nach a wird mit
demselben zu o (Vararuci V, 1); nach i, u fällt es entweder ab
(jedoch werden diese beiden gelängt: aggi, bhikkhü, Vararuci V, 18,)
oder geht in einen Nasal über (wie in dem Suffix hl = bhis, Vararuci
V, 3).
B. Formenlehre.
I. Nomen.
Der Declination nach zerfallen die Nominalthemen in zwei
Gruppen, 1. consonantische, 2. vocalisehe. — Die ersteren werden
jedoch im Präkrit als solche nicht beibehalten, sondern gehen
entweder durch Abwertung eines schliessenden Consonanten oder
Hinzufügung eines a in vocalisehe Themen über (vgl. Vararuci IV,
6 —11 fl’.). Die Themen in -tar verwandeln dieses entweder in
-tarn, tära oder -tu (Vararuci V, 31 — 33). Vor Suffixen jedoch,
welche mit Vocalen anlauten, können die consonantisclien Themen
sich behaupten.
Man sieht, dass auch im Präkrit die vocalisehe Declination die
Oberhand gewonnen hat und darunter besonders jene, welcher
Themen in -a zu Grunde liegen.
Der Dual ist im Präkrit geschwunden; von den Casus ist der
Dativ durchgehends zu Grunde gegangen und muss durch den Genitiv
ersetzt werden. Dafür existirt im Plural ein doppelter Ablativ,
der durch Zusammensetzung des Suffixes -tas einerseits mit der
reinen Ablativform in -hi, andererseits mit der Locativform in -sü
gebildet wird (lii-to, sü-to). Erstere Form zeigt eine Ursache, letztere
eine physische Bewegung von einem Orte an.