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Müller
(Varar. I, 19) nt da „Nest“ = nedda, u — o (Vararuci I, 20)
twula „Mund, Rüssel“ = tonda.
Die Vocale e und o.
Auch im Prakrit stellen diese Vocale keine Guna’s dar, sondern
sind als einfache, mittelzeitige (bald kurze, bald lange) Vocale zu betrachten.
Vgl. devva (daiva), nedda (nida), tellokka (trailokya).
Ihrem Ursprünge nach entsprechen sie sowohl altindischen e, ö, als
auch ai, an.
1. e = altindisch ai (Vararuci I, 3S) trailokya „Dreiwelt“ =
tellokka; jedoch wird ai im Prakrit auch durch ai dargestellt (Varar,
I, 36, 37), vaira Feindschaft = va'ira. — e entspricht auch ay
(Vararuci I, 5): sundera, aöchera, peranta (saundarya, ägcarya.
paryanta).
2. o = altindisch au (Vararuci I, 41): yauvana „Jugend“ =
govvana; au wird aber im Prakrit auch durch aii wiedergegeben
(Vararuci I, 42): paura „Stadtbewohner“ = paüra.
e und o werden aus eya, ava, ayu zusammengezogen. (Vararuci
I, 7, 8, IV, 21) kärayati „er lässt machen“ = käredi, avaluisa
„Lachen“ — ohasa, lavana„Salz“ = lona, mayura „Pfau“ = mora.
Fälle für ai = i, i werden von Vararuci I, 38, 39 und von
au — u I, 44 citirt. — sindhava, dhira, sundera etc.
Bau der Silbe.
Der Bau der Silbe im Prakrit ist jenem im Pali analog; auch
hier wird doppelte Bezeichnung der Länge durch den Vocal und die
Position nicht geduldet, sondern muss Verkürzung des langen Vocals
(seltener Aufhebung der Verdoppelung) eintreten; vgl. Lassen, In-^stitutiones
linguae präcriticae, pag. 138.
Anlaut.
Im Anlaute werden nur einfache Consonanten geduldet; Consonantengruppen
müssen entweder nach denselben Gesetzen wie im
Pali zerstört oder durch Einschub von dazwischentretenden kurzen
Vocalen auseinander gehalten werden.
Über den Einschub von Vocalen handelt Vararudi III, 60, 62,
63, 64. — kilittha, sin, salähä etc.
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