Der Verbalausdruck im semitischen Sprachkreise.
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Zeichen der ersten Person Einzahl ’ a- ist höchst wahrscheinlich
eine Abschwächung von ka-, eine flüchtigere Form des oben berührten
Stammes ku, ki; und na- erklärt sich ebenso wie -nü, -na
als alte Verstümmlung von k-nü, k-nä. Auffallend ist an der Form
na- der Umstand, dass das Pluralzeichen, welches stets suffigirt
wird, nicht wie gewöhnlich an den mit dem Pronomen verbundenen
Verbalstamm, sondern an das präfigirte Pronominalelement seihst geknüpft
erscheint.
Die Mannigfaltigkeit der Stämme innerhalb der dritten Person
wo wir den Elementen ya-, na- und ta- begegnen, hat insofern
nichts besonders Auffallendes, als bekanntlich die dritte Person nicht
einen, sondern mehrere Stämme entwickelt hat. Diese Ansicht
scheint uns annehmbarer als jene, welche diese drei lautlich geschiedenen
Stämme mit einander vermitteln und auf einen einzigen
Urstamm zurückführen möchte.
Die Pluralbildung der Dauerform erfolgt nach denselben Gesetzen
wie jene der Perfectform, nämlich mittelst des Pluralzeichens
-umu, unu, mit dem einzigen Unterschiede, dass hier die zweite
Form des Suffixes überwiegt. Die Bildung des Plurals feminini ist
eine verhältnissmässig junge, was schon daraus hervorgeht, dass
nicht alle semitischen Sprachen bei ihr von der gleichen Singularform
ausgegangen sind.
Um die vollkommene Gesetzmässigkeit der beiden semitischen
Verbalbildungen klar zu machen, wollen wir eine vergleichende
Übersicht derselben nachfolgen lassen.
Perfectform. Dauerform.
Singular.
Singular.
1. P. Urf. ku-kataba, ka-kataba
liebr. irPN (ekhtvbh)
2. P. m. Urform kataba-ta
arab. (katäb-ta)
f. Urform kataba-t-i
arab. (katäb-ti)
2. P. m. Urform ta-kataba