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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Der  Verbalausdruck  im  semitischen  Sprachkreise.

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Nominativ:  Genitiv:  Accusativ:
arab.  OyM  hebr.  3  (kothebliim)  arab.  öLIf  (kdtibäiii)
(kätibüna)  arab.  (kätilnna)  äthiop.b£' c S‘i(’edevdiiJ
aram.  psjYD  (kotliebhin)
Die  Form  kätibäni  dient  bekanntlich  im  Arabischen  zur  Bezeichnung ­
  des  Duals,  einer  lautlichen  Differenzirung  des  Plurals.
Die  zweite  Pluralform  der  semitischen  Sprachen,  welche  mittelst
des  Suffixes  -dt  gebildet  wird,  und  in  der  späteren  Sprache,  namentlich ­
  heim  Femininum  Verwendung  findet,  ist  eine  verhältnissmässig
junge  Bildung.  Sie  ist  eine  Abstractform,  kann  daher  auch  den
Plural  von  Masculinformen  darstellen  (vgl.  das  Hebräische)  und
wird  wie  ein  Nomen  in  der  Einzahl  flectirt.  Sie  bildet  den  Anfang
zu  den  innerhalb  der  südsemitischen  Sprachen  (Arabisch  und
Äthiopisch)  überbandnehmenden  sogenannten  inneren  Pluralbildungen, ­
  welche  ursprünglich  nichts  anderes  als  Nomina  abstracta
bezeichnen.  —  Bekanntlich  wird  diese  Art  von  Plural  von  der  Sprache
als  Abstractform  behandelt  und  mit  dem  Verbum  in  der  Einzahl,
weiblich,  verbunden.
Wir  haben  bis  hieher  die  Flexion  des  Nomens  verfolgt;  wir
wollen  uns  nun  im  Nachfolgenden  der  Betrachtung  des  Pronomens,
jenes  Bestandtheiles,  welcher  in  Verbindung  mit  dem  nominalen  Verbalstamme ­
  den  Verbalorganismus  eigentlich  begründet,  zuwenden.
Gleichwie  innerhalb  der  indogermanischen  Sprachen  waren
auch  in  den  semitischen  die  Pronomina  ursprünglich  einsilbig.  Jedoch
auch  sie  mussten  gleich  den  Nominalstämmen  dem  eigenthümlichen
Gesetze  der  Triliteralität  sich  unterwerfen,  namentlich  dort,  wo  sie
als  selbstständige  den  Nominalformen  ebenbürtige  Bildungen  auftraten.
Daher  erscheinen  besonders  die  Personal-Pronomina  in  einer  Gestalt,
welche  von  ihrer  ursprünglichen  bedeutend  abweicht.  Letztere  behalten ­
  sie  nur  dort  bei,  wo  sie  nicht  als  selbstständige  Wortformen, ­
  sondern  als  Wortelemente  auftreten.  Dies  ist  innerhalb
der  Verbalbildungen  der  Fall.
Als  Zeichen  der  ersten  Person  betrachten  wir  hi  oder  ku  (i  und
u  wechseln  innerhalb  der  semitischen  Sprachen,  vgl.  arab.
(katdb-tu)  —  hehr.  ’/nrD  (kdthabh-ti),  und  die  Verba,  deren
erster  Badical  im  Arabischen  _j  ist,  mit  den  hebräischen  mit  >).  Dasselbe ­
  hat  sich  jedoch  in  dieser  Form  nur  im  Äthiopischen  rein
            
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