Der Verbalausdruck im semitischen Sprachkreise.
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rere Formen, welche zwar nicht gleichen Alters und Ursprungs,
aber doch gleicher oder wenigstens verwandter Bedeutung, die
Handlung als eine sich entwickelnde darstellen, während den semitischen
Sprachen hlos eine einzige Form zur vollen Verfügung
steht.
Dagegen steht den semitischen Sprachen ein anderes Mittel zu
Gebote, welches den indogermanischen in diesem Umfange mangelt-Sie
sind nämlich im Stande, verschiedene, mit der Ausübung der
Handlung in Bezug auf das Subject und Object im Zusammenhänge
stehende Accidentien, sowie deren Stärke und Effect und ähnliche
Punkte im Baue des Verbalthemas selbst zur Anschauung zu bringen,
und dies mit einer Durchsichtigkeit und Consequenz, welche kaum
irgendwie ühertroffen werden können.
Das einfachste, dem Verbalausdruck zu Grunde liegende Nominalthema
ist innerhalb der semitischen Sprachen seiner Form nach
ursprünglich stets dreisilbig. Jede Silbe beginnt mit einem Consonanten
und schliesst mit einem Vocale. Dieser ist entweder durehgehends
der Urvocal a (kdtabaj oder auf der mittleren Silbe i
(färi'/a) oder u ('/'asunu). Mit dieser Anfangs, wie es scheint, indifferenten
Lautschattirung wurde später eine bestimmte Bedeutung
verbunden.
In den dreisilbigen Nominalthemen ist der semitische Wurzelschatz,
bereits verarbeitet, gelegen. Es sind durchgehends Ausdrücke
für feste, abgerundete Anschauungen, aus denen die zu Grunde liegenden
Abstractionen loszuschälen (ein Geschäft, welches den
Sprachforscher über den Semitismus hinausführt und ihm, bei der
Dunkelheit der dahin gehörigen Zustände, jeden positiven Halt rauht)
auch dem glücklichsten Scharfsinne kaum je gelingen dürfte.
Die Bedeutung, welche den oben berührten Lautdifferenzen
a, i, u innerhalb des einfachen dreisilbigen Nominalthemas innewohnt,
steht mit der symbolischen Bedeutung und übrigen Verwendung
derselben in vollem Einklänge. Der Urvocal a bezeichnet eine
Handlung oder einen Zustand, der über das Subject hinausgeht, während
i und u Zustände bezeichnen, welche innerhalb des Subjectes
verbleiben. Der Unterschied, welcher zwischen i und u obwaltet, ist
der, dass i Zustände anzeigt, welche sich einstellen und später wieder
vorübergehen können, u dagegen Zustände, welche dem Subjecte
inhäriren. Es wird daher in der Regel zur Bezeichnung von
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