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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  7  in  a  i  e  r

Li-yü  führte  den  Jünglingsnamen  Yuen-kai.  Derselbe  bekleidete
das  Amt  eines  ältesten  Vermerkers  bei  dem  den  Westen  erobernden
Heerführer  und  war  für  das  Versammlungshaus  des  Statthalters  von
Fung-yi  bestimmt.  Nachdem  man  diese  Provinz  aufgelöst,  wohnte  er
in  Tschang-ngan.  Er  trachtete  begierig  nach  der  von  den  Menschen
des  Alterthums  gepflegten  Kunst,  Edelsteine  zu  verzehren.  Er  suchte
jetzt  in  Lan-tien  und  begab  sich  selbst  dorthin,  um  die  Sache  zu
betreiben.  Er  erlangte  über  hundert  Gegenstände  wie  Ringe,  Rundtafeln ­
  und  vermischte  Geräthe,  die  gross  und  klein  von  Gestalt
waren.  Darunter  befand  sich  einiges,  das  ziemlich  grob  und  schwarz
war.  Er  füllte  auch  dieses  in  eine  Kiste  und  kehrte  damit  heim.  Als  er
zu  Hause  ankam  und  es  betrachtete,  hatte  alles  frischen  Glanz  und
konnte  als  Seltenheit  gelten.
Er  zerstiess  jetzt  siebzig  Stück  zu  Pulver,  das  er  verzehrte.
Von  dem  Übrigen  wurde  vieles  zu  Geschenken  verwendet.  Später
suchten  Yii  und  diejenigen,  welche  davon  gehört  hatten,  Edelsteine
an  den  früheren  Orten,  es  wurde  aber  nichts  von  ihnen  entdeckt.
Yuen-hoai,  Fürst  von  Fung-yi,  und  Andere  hatten  die  Edelsteine
gefunden,  sie  schleifen  und  daraus  Geräthe  und  Gürtelsteine  verfertigen ­
  lassen.  Alles  war  glänzend  und  konnte  als  Kostbarkeit
gelten.
Yii  gebrauchte  diese  Arznei  durch  eine  Reihe  von  Jahren.  Man
sagt,  dass  es  sich  bewährt  habe,  dass  ihm  aber  bei  den  Geschäften
der  Welt,  im  Schlafen  und  Essen  Verbote  und  Reschränkungen
fremd  gewesen.  Dazu  kam,  dass  er  den  Wein  liebte  und  seinen  Verstand ­
  beeinträchtigte.  Als  er  zuletzt  ernstlich  erkrankte,  sagte  er
zu  seiner  Gattin  und  seinen  Kindern:  Ich  habe  die  Freude  an  dem
Weine  nicht  unterbrochen,  ich  habe  es  bis  zum  Sterben  gebracht.  Dies
ist  nicht  die  Schuld  des  Arzneimittels.  Übrigens  muss  sich  an  meinem
Leichnam  Absonderliches  zeigen.  Möget  ihr  mit  der  Einsargung  nicht
eilen.  Möget  ihr  bewirken,  dass  die  nachfolgenden  Menschen  die
Vortrefflichkeit  des  Arzneimittels  kennen  lernen,  das  ich  verzehrt
habe.
Um  diese  Zeit  war  die  mittlere  Decade  des  siebenten  Monats
des  Jahres,  in  Tschang-ngan  war  es  ungesund  und  heiss.  Der  Leichnam ­
  Yü’s  blieb  durch  vier  Nächte  aufgebahrt,  aber  das  Aussehen
seines  Leibes  war  unverändert.  Die  Gattin  von  dem  Geschlechte
Tschang  liess  ihn  einen  Edelstein  und  eine  Perle  in  den  Mund
            
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